Leben ohne wenn und aber und doppelten Boden, das geht nicht!

Leben ohne wenn und aber und doppelten Boden, das geht nicht!

Leben ohne wenn und aber und doppelten Boden, das geht nicht!

Als Kind war es einfach so. Du lebtest im Hier und Jetzt.

Das funktionierte ganz automatisch, weil dir Vergangenheit und Zukunft total egal waren.

Eine Kugel Schokoladeneis. Endlich alleine zum Bäcker gehen. Die Tage im Kalender durchstreichen bis Weihnachten. Das war wichtig!

Das waren deine Glücksmomente.

Als Erwachsener sammelst du Sätze wie, das wird nicht funktionieren, weil es noch nie geklappt hat.

Und es wäre doch auch viel zu einfach, die Hand nach dem Glück auszustrecken und den morgendlichen Schluck Kaffee zu genießen, als wäre er der erste in deinem Leben.

Wozu sollte Einbildung gut sein?

Und dann gehst du zur Arbeit, auf die du gerade gar keine Lust hast. Und zack, das war’s schon für deine Chance auf ein einfaches Glück. Verpufft!

Und ehe du dich versiehst, vergeht wieder ein Jahr.

Was für ein Horror. Mach mal stopp und stell dir das hier vor!

Du stehst an einer Weggabelung: Der eine Weg bedeutet, alles bleibt beim Alten. Sicher, bequem, aber unbefriedigend. (Bis an dein Lebensende!) Der andere Weg, du findest Möglichkeiten, obwohl sie riskant und unbequem sein könnten, dich aber total glücklich machen. (Bis an dein Lebensende!)

Wofür würdest du dich entscheiden?

Gibt es diese eine Eigenschaft, die uns Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet. Die uns hilft, andere zu inspirieren, unsere Erfüllung zu finden und damit auch noch Geld zu verdienen? Ach, Quatsch!

Dazu möchte ich dir eine Geschichte erzählen.

In einem Dorf lebte ein Mann, der hatte drei Söhne: Der erste war stark. Der zweite war gut. Und der dritte war schlau.

Eines Tages sprach der Vater zu ihnen: „Es wird Zeit für euch zu heiraten. Im Nachbardorf wohnen reiche Leute, die eine Tochter haben. Geht dort hin und haltet um ihre Hand an. Einer von euch soll es zu etwas bringen!“

Da sprach er zu seinem ersten Sohn: „Du bist kein tüchtiger Mann, aber stark wie ein Löwe. Damit wirst du sie überzeugen. Geh, und mache mich stolz!“

Der erste Sohn war voller Übermut. Auf dem Weg in das Nachbardorf fällte er jeden Baum, der ihm in die Quere kam, mit seiner bloßen Hand.

Angekommen im Dorf, stand das Mädchen der reichsten Familie bereits staunend vor dem Haus. Um ihr noch mehr zu imponieren, stieg der junge Mann auf einem Baum und ließ es Äste regnen.

„Werde meine Frau“, rief er von oben herab, „ich bin der Stärkste hier. Einen besseren Mann wirst du nicht finden!“

„Ja, du bist stark, das sehe ich. Aber nun sind alle Bäume kaputt. Und unser Dorf braucht nicht in einem Jahr so viel Feuerholz, wie du geschlagen hast. Ich mache dir einen Vorschlag: Die Wasserquelle des Dorfes liegt sehr weit entfernt. Wasserholen ist für alle Dorfbewohner sehr beschwerlich. Trage also die Stämme auf den Hügel, spalte und höhle sie aus. Baue daraus eine lange Rinne, damit das Wasser der Quelle bis zu uns ins Dorf fließt.“

Der junge Mann tat wie ihm geheißen, denn er nahm an, dass ihn seine zukünftige Braut auf die Probe stellen wollte. Seine Arbeit sprach sich in Windeseile herum und bald kamen Leute aus benachbarten Dörfer zu ihm und wollten, dass er ihnen etwas ähnlich Nützliches baute.

Deshalb verabschiedete sich der erste Sohn von dem Mädchen: „Ich danke dir. Du hast mir gezeigt, dass ich mit meiner Stärke etwas bauen kann, das anderen nützt. Ich ziehe nun von Dorf zu Dorf und folge meiner Berufung. Heiraten kann ich dich nun leider doch nicht.“

Der junge Mann strahlte und ging.

Und das Mädchen antwortete: „Das macht nichts. Du hast uns als Konstrukteur gute Dienste geleistet. Aber der richtige Mann für mich bist du nicht. Leb wohl!“

Als der Vater der drei Söhne feststellte, dass sein erster Sohn nicht wiederkam und er zu keiner Hochzeit eingeladen war, schickte er seinen zweiten Sohn.

Er sagte: „Geh und heirate das reichste Mädchen des Nachbardorfes, denn du bist ein guter Mann. Deine Güte wird sie überzeugen. Zeig mir, dass du gut genug bist. Und richte dem ersten Taugenichts aus, dass er nicht wiederzukommen braucht!“

Der zweite Sohn zog mit hängenden Schultern von dannen. Auf ihm lastete das Unrecht der ganzen Welt. Was nützte es gut zu sein, wenn die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher wurden? Es war hoffnungslos. Und er begann zu weinen.

Angekommen im Dorf hörte das Mädchen der reichsten Familie das Wehklagen des zweiten Sohnes. Voller Mitgefühl fragte sie, was ihm solchen Kummer bereitete.

Als der junge Mann ihr seinen Schmerz erklärt hatte, seufzte er schwer: „Ich liebe die Menschen, ich bin ein guter Mann. Aber helfen kann ich ihnen nicht. Ihre Kinder verhungern, und ich kann nur zuschauen.“

Stirnrunzelnd überlegte das Mädchen.

Dann sagte es: „Ich mache dir einen Vorschlag. Du bist ein gerechter Mensch. Versammle alle um dich und frage, was ihre Armut verursacht.“

Ein Lächeln huschte über das Gesicht des zweiten Sohnes.

„Wenn du weißt, was den Menschen fehlt“, fuhr das Mädchen fort, „kannst du zu den Reichen gehen und mit ihnen verhandeln. Stelle Forderungen, die allen gerecht wird. Dann werdet ihr euch einigen.“

Der junge Mann strahlte über das ganze Gesicht. Er umarmte das Mädchen überschwänglich.

„Dank dir bin ich nicht nur gut, sondern kann Gutes tun. Ich muss los, sagte er rastlos. Leider kann ich dich jetzt nicht mehr heiraten, ich werde viel zu tun haben.“

Das Mädchen lachte und zwinkerte ihm zu.

„Mach dir keine Sorgen. Ich glaube, du bist genauso wenig der richtige Mann für mich wie es dein Bruder war. Du bist der erste Vermittler zwischen Arm und Reich. Du wirst all deine Kraft für deine neue Aufgabe brauchen. Ich wünsche dir viel Glück!“

Als nun auch der zweite seiner Söhne nicht wiederkam, war der Vater sehr verärgert.

Er rief den dritten Sohn herbei und sagte: „Geh du, und heirate die reiche Tochter. Du bist der Schlauste meiner Söhne. Beweise es! Wenn auch du mich enttäuscht, brauchst du nicht wiederzukommen.“

Damit verabschiedete er sein letzten Sohn. Und dieser war froh, dass er seinem zornigen Vater entkommen konnte.

Auf dem Weg zum Nachbardorf zählte er zum Spaß seine Schritte, multiplizierte sie mit Pi, um dann ihre Wurzel zu ziehen. Er liebte die Mathematik. Aber auch die Sterne und die Musik. Da er sich aber keine Texte merken konnte, sang er in Zahlen.

Das hörte das Mädchen der reichsten Familie und wunderte sich.

Sie fragte: „Warum singst du in Zahlen, wenn es doch so schöne Texte gibt?“

„Ich kann sie mir nicht merken“, antwortete der dritte Sohn. „Außerdem bin ich hier, um dich zu heiraten. Mein Vater hält mich für den schlausten seiner Söhne, überzeugt dich das?“

Sie erwiderte prompt: „Ist es schlau, nicht davon überzeugt zu sein, wenn man es ist?“

Der schlauste der drei Brüder betrachtete sie anerkennend.

Sie fuhr fort: „Ich mache dir einen Vorschlag. Das Alphabet hat 26 Buchstaben. Jeder Buchstabe hat eine Zahl. Reihe diese Zahlen aneinander, dann kannst du dir Worte und ganze Texte merken.“

Der Einfall des Mädchens erhellte die Mine des jungen Mannes. Warum war er nicht selbst darauf gekommen?

„Außerdem“, bemerkte das Mädchen, „möchte ich, dass du mir etwas ausrechnest: Welches Sternbild stand am Horizont, als meine Eltern sich verliebten?“

„Nichts leichter als das“, sagte der dritte Sohn. Und die Berechnung machte ihm mehr Spaß als alles je zuvor.

Als die Eltern des Mädchens davon erfuhren, waren sie überglücklich.

Plötzlich kamen viele Paare aus den umliegenden Dörfern zu dem jungen Mann, um das Sternbild ihrer Liebe zu erfahren.

Da er außerdem gelernt hatte, schöne Texte zu singen, konnte er den Verliebten ein Ständchen bringen, während sie in den Abendhimmel schauten.

Das Glück der Anderen erfüllte auch das Leben des letzten Sohnes. Er beschloss, nie wieder in seine Heimatdorf zurückzukehren und durch die Lande zu ziehen.

Er verabschiedete sich von dem Mädchen.

„Ich danke dir. Du hast mir gezeigt, dass es das Schönste ist, andere glücklich zu machen. Ich ziehe weiter, um meine Brüder zu finden. Sie sind mir die Nächsten und sollen von meinem Glück erfahren. Bitte sei mir nicht böse, dass ich dich nun doch nicht heiraten kann.“

„Gern geschehen“, erwiderte das Mädchen. „Ich freue mich, dass du deine Gabe erkannt hast. Und sehe ein, dass du mich nun nicht mehr heiraten kannst. Du wirst die Richtige sicher finden.“

Indessen wartete der Vater vergeblich auf seine Söhne.

Als er einsah, dass keiner seiner Söhne das reichste Mädchen des Nachbardorfes geheiratet hatte, wurde er rot vor Wut.

Voller Zorn stapfte er in das Dorf und rüttelte an der Tür der reichsten Familie.

Er riss so stark an ihr, dass sie aus den Angeln brach. Pah, das sollten die reichsten Leute im Dorf sein?

Erschrocken wichen ein einfach gekleideter Mann und seine Frau vor ihm zurück.

„Wo sind meine Söhne?“, polterte der wütende Gast. „Waren sie nicht gut genug für eure Tochter?“

„Ich bitte um Verzeihung, mein Herr. Meine Tochter? Die ist bereits vor langer Zeit gestorben.“

Der Vater der drei Brüder blickte verwirrt drein.

„In meinem Dorf sagt man sich, ihr seid die reichste Familie hier und habt eine Tochter. Deshalb habe ich meine drei Söhne geschickt. Aber keiner von ihnen ist wiedergekommen. Dieser Ort ist verhext!“

„Ganz und gar nicht, guter Mann“, sagte der Vater des toten Mädchens. „Es ist richtig. Wir sind die Reichsten hier, weil wir eine Tochter hatten, die stark, gut und schlau war. Sie besaß die einzigartige Eigenschaft, anderen Menschen zu helfen, ihre wahre Berufung zu finden.“

„Wozu soll das nützen“, polterte der eingebildete Mann. „Alles, was zählt, ist Ruhm und Geld.“

„Die Eigenschaft unserer Tochter, die andere glücklich machte, war ihre Kreativität. Mit ihr inspirierte sie die Menschen.“ Der Vater des Mädchens hielt einen Moment inne.

„Jeder sollte ein erfülltes Leben führen – mit der Aufgabe, die ihm am wichtigsten ist. Und obwohl meine Tochter fort ist, geschehen hier immer noch Wunder: Ein Konstrukteur brachte uns Wasser, ein Vermittler vertrat unsere Rechte und ein Mathematiker brachte uns unsere Liebe zurück.“

„Ihr seid nicht reich“, sagte der Mann herablassend, „nur genauso dumm wie meine törichten Söhne.“

„Eure Söhne, mein Herr, haben erkannt, dass es immer nur unsere Tochter war, die uns reich machte. Sie zeigte jedem von uns, was wir aus unseren Stärken machen können. Und dass es sich zu leben lohnt anstatt nur auf den Tod zu warten.“

Damit verabschiedete er sich von dem Vater, der allein auf dem Weg zurückblieb und nichts verstanden hatte.

Was aber blieb, waren die Menschen, die ihrer Berufung folgten und damit glücklich wurden.

Ende

Diese Geschichte ist frei erfunden. Ein Märchen.

Entscheide selbst, ob es in deinem Leben Möglichkeiten gibt, die du nicht auf ausgetrampelten Pfaden findest.

Du hast es in der Hand oder unter den Füßen. Hier und jetzt. Ich bin gespannt.

Deine Sonja
PS: Lebe das Leben, das du leben willst. Mit Gelassenheit. Und Spaaaß!

Hast du Fragen?

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Die 10-Punkte-Strategie, mit der Unternehmer*innen ihr Honorar sicher verhandeln und mehr Geld verdienen

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Es hat geschneit.

Aus hundert Meter Entfernung beobachte ich eine ungleiche Schneeballschlacht.

Ein Paar, Mann und Frau, bewerfen sich eifrig mit Schnee. Der Mann erzielt einen Treffer nach dem anderen. Die Frau trifft gar nicht.

„Wirft wie ein Mädchen“, denke ich.

50 Meter.

Ach so! Die Frau ist tatsächlich ein junges Mädchen. Hatte ich nicht erkannt. Wahrscheinlich die Tochter des Mannes. Deswegen wirft sie so.

20 Meter.

„Hey, Ben“, ruft der Vater. Ihn hat ein Schneeball getroffen. „Jetzt hast du dich eingeschossen. Gut geworfen!“

Die Frau oder das Mädchen entpuppen sich als ein circa 14 Jahre alter Junge mit langen Haaren.

Bäm!

Eiskalt wie Schneematsch klatschen mir meine Vorurteile ins Gesicht.

(Vielleicht sollte ich sie ändern: Langhaarige Jungs können nicht werfen.)

Aber mal im Ernst. Was ist passiert?

Ich habe eine Situation komplett falsch bewertet, weil ich durch meine Vorurteile voreilige Schlüsse gezogen habe.

Das läuft im Alltag automatisch ab. Wir müssen Situationen schnell bewerten. Deshalb trägt jeder sein Stempel-Täschchen mit Vorurteilen bei sich.

In einigen seltenen Fällen ist das sogar lebensnotwendig. (Schlägt der junge Mann mit den tiefliegenden Augen und der Glatze sofort zu oder sollte ich lieber wegrennen?)

Was aber bewirken Vorurteile in deinem Business?

Nehmen wir eine Botschaft, die in den Medien immer wieder auftaucht:

Frauen verdienen im Schnitt 25 % weniger als Männer.

„Das ist doch kein Vorurteil, sondern ein Fakt“, kannst du einwenden. „Eine Statistik ist repräsentativ!“

Aber ist sie deshalb auch wahr?

Statistiken sind insofern gefährlich, weil wir ihnen blindlings glauben. Wir wissen nicht, auf welchen Grundlage sie beruhen. Wir müssten sie gründlich überprüfen, wofür wir uns keine Zeit nehmen. Erst dann könnten wir die 25 % Honorar-Einbuße richtig erklären.

Bis dahin bleibt der wahre Grund reine Spekulation, die sich in unseren Köpfen zum Vorurteil entwickeln kann:

Frauen verdienen deshalb weniger, weil sie ihr Honorar schlechter verhandeln als Männer.

Das ist eine mögliche Erklärung. Sie ist aber wenig hilfreich, wenn wir mit diesem Gedanken in Verhandlungen gehen.

Frauen sind bereit, für weniger Geld zu arbeiten. Und Auftraggeber akzeptieren höhere Honorarforderungen von Männern.

Das nervt. Und ist grundverkehrt!

Wir werden von falschen Annahmen beeinflusst. Und es werden Menschen zu Unrecht diskriminiert.

Dabei gibt es nur genau zwei Dinge, von denen du dich in Verhandlungen leiten lassen solltest:

1. Ich bin die/der Richtige für den Job.

2. Und ich bringe die gewünschte Leistung zu einem angemessenen Preis.

Mit einer selbstbewussten Überzeugung präsentierst du deine Stärken – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Gesinnung.

Mit dieser Einstellung und einer guten Verhandlungsstrategie erreichst du dein Wunsch-Honorar.

Wenn du bis jetzt gerade dachtest, dass du nicht erfolgreich verhandeln kannst, zeige ich dir, wie es beim nächsten Mal besser klappt.

 

Die 10 Punkte-Verhandlungsstrategie, mit der du deine Kunden überzeugst und das Geld verdienst, das du willst

Eine Geschäftsverhandlung beginnt mit der Vorbereitung auf das eigentliche Gespräch. Darauf konzentriert sich meine folgende Strategie.

1) Honorar richtig kalkulieren, Stundensatz berechnen!

Nur weil Selbstständige einen höheren Stunden- oder Tagessatz haben als Angestellte, bedeutet das nicht, dass sie effektiv mehr verdienen.

Das liegt daran, dass für Unternehmer Kosten entstehen, die der Arbeitgeber für seine Angestellten abdeckt. Das ist aber noch nicht alles!

Die korrekte Stundensatzberechnung ist die Grundlage für jede Gehaltsverhandlung. Und sichert deine Existenz.

Wichtige Faktoren, um den Stundensatz berechnen zu können:

  • Monatliche Fixkosten: Miete, Heizung, Strom, Büromaterial, Telefonkosten, Reisekosten, Werbekosten, Weiterbildung, zusätzliche Versicherungen (z. B. Rechtsschutz, Haftpflicht, Arbeitslosenversicherung), Beratung (z. B. Steuern)
  • Sozialversicherungen: Krankenkasse, Rentenversicherung und Pflegeversicherung
  • Einnahmen müssen höher als die Ausgaben sein!
  • Das monatliche Gehalt sollte mindestens dem Durchschnittseinkommen eines Angestellten entsprechen
  • Du arbeitest nicht 365 Tage im Jahr! Arbeitstage: ca. 211 Tage/Jahr = 17,5 Tage/Monat
  • Arbeitsausfälle: Unproduktive Zeit durch Krankheit, Urlaub, Büroorganisation, Buchhaltung, Akquise, Marketing und Vertrieb
  • Gewinn berechnen: Umsatz ist nicht gleich Gewinn! Auf die Einnahmen werden circa 15% Gewinn draufgeschlagen, um Rücklagen für Geschäftsflauten zu bilden.

Wenn dir gerade ein Licht aufgeht, dann lohnt sich ein genauerer Blick auf meine Infografik, die jeder Selbstständige kennen sollte:

 

Der Stundensatz von 86,16 € (zzgl. MwSt. 19 %) ist das Ergebnis einer anschaulichen Berechnung, die dir den Rechenweg zeigen soll. Ich habe ein gerundetes Durchschnittsgehalt verwendet.

(Angaben ohne Gewähr. Der errechnete Stundensatz stellt keine Empfehlung dar.)

Es lohnt sich für dich, noch einmal alle Kosten zu prüfen, damit du Rücklagen bilden kannst und nicht für einen Hungerlohn arbeitest!

2) Kollegen nach ihren Preisen fragen

Sich im Geschäftsleben mit anderen zu vergleichen ist nicht sinnvoll. Nur beim Preis nicht. Eine Umfrage unter Kollegen kann dir helfen, Unsicherheiten zu überwinden.

Besonders, wenn du noch nicht viel Erfahrung hast oder dir ein Projekt aus einer neuen Sparte angeboten wird.

Über Geld spricht man nicht

Wie überwindest du diese Hürde und befragst andere Selbstständige zu ihrem Honorar?

Du solltest zuerst eine gewisse Vorstellung von deinem Honorar haben. (Dabei hilft dir meine Infografik!)

Am leichtesten gelingt der Kontakt zu deinen Mitstreitern bei Business-Stammtischen oder in Netzwerken, in denen du dich regelmäßig beteiligst. Dort bekommst du leichter Auskunft.

Gib deinem Gegenüber das Gefühl, dass du seine Meinung schätzt. Lobe ihn für sein letztes Projekt. Damit zeigst du, dass du seine Arbeit kennst.

Sei ehrlich interessiert und frage dann, wie er zu seinem Preis gekommen ist. Jeder wird dir gerne Auskunft geben, wenn du ihn seine Geschichte erzählen lässt.

Und du lernst aus anderen Erfahrungen ebenso viel wie aus eigenen.

Je mehr du erfährst, desto eher kannst du deine eigenen Fähigkeiten einordnen.

3) Geld verdienen wollen und den eigenen Wert kennen

Um Geld zu verdienen, musst du es auch verdienen wollen.

Geld ist eine Währung, mit der wir handeln und Produkte/Leistungen einkaufen. Das funktioniert schon seit tausenden von Jahren.

Welche Absicht verfolgst du beim Geldverdienen: Willst du nur deine Miete zahlen können oder willst du mit deinem Geld arbeiten?

Geld an sich ist nicht schlecht, es ist lediglich ein Mittel. Wie wir es einsetzen, entscheidet über gut und böse.

Geld verändert die Menschen nicht – aber Geld potenziert, wer und was du bist! Bist du gut, macht Geld dich besser. Bist du ein großes Arschloch, wirst du ein Riesen-Arschloch! – Will Smith

Ich kenne keine bessere Verwendung, als Geld ins eigene Business zu investieren. Geld schafft die Freiheit zu wachsen. Es wäre ein Fehler, es nicht zu wollen.

Ein zweiter Fehler, den du als Selbstständiger, Freelancer und Unternehmer machen kannst, ist deinen eigenen Wert nicht zu kennen.

Er besteht aus deiner Persönlichkeit und deiner Arbeitsleistung.

Wenn du diesen Wert kennst, wird man dich angemessen bezahlen.

Was dich qualifiziert sind deine Kompetenzen, die sich folgendermaßen unterscheiden:

Fachkompetenz vs. Sachkompetenz

Fachkompetenz ziehst du aus deiner Ausbildung und deinen beruflichen Erfahrungen. Dein Kunde geht davon aus, dass du alle notwendigen Grundlagen beherrschst, um den Job zu meistern. Deine fachliche Expertise ist wichtig.

Wirklichen Mehrwert für den Kunden bietest du durch deine Sachkompetenz. Darin bist du konkurrenzlos: Keiner setzt Projekte so um wie du.

Mache dir Notizen mit Argumenten, die für dich und deine Arbeit sprechen. Sie dienen dir als Verhandlungsleitfaden:

Fachkompetenz

  • Nenne Beispiele mit ähnlichen Projekten, um mit Erfahrung zu überzeugen. Branchenfremde Projekte kann dein zukünftiger Kunde schlechter nachvollziehen.
  • Schildere, wie du mit Problemen umgehen konntest: Wie hast du Hindernisse aus dem Weg geräumt und den Job erfolgreich abgeschlossen?
  • Welcher Nutzen und welche Vorteile ergaben sich nach dem erfolgreichen Abschluss für den letzten Kunden (Nachfolgeaufträge, Umsatzsteigerung etc.)? Nenne Zahlen, wenn du sie hast! Sie überzeugen jeden.
  • Hast du an Fortbildungen teilgenommen, die dich von deiner Konkurrenz abheben und für das zukünftige Projekt hilfreich sein könnten? Das steigert deinen Wert.

Sachkompetenz

  • Teile deinem Auftraggeber mit, wie du an die Lösung eines Projektes herangehst. Methodisch und inhaltlich. Wie lange brauchst du? Wie recherchierst du das Thema?
  • Sage deutlich, wo deine Stärken liegen (Organisation, Tempo, Zuverlässigkeit usw.). Der Kunde kann sich ein Bild von deiner Persönlichkeit machen.
  • Erkläre ihm, wie du mit dem Kunden oder einem Team kommunizierst. Es beruhigt jeden Auftraggeber, wenn er weiß, wo du stehst und wie die Arbeit vorangeht.
  • Mache ihm klar, ab welchem Punkt du den Job nach kalkulierst oder Zwischenrechnungen stellst. Das sollte bei professionellen Geschäftspartner kein Problem sein.

Mache es dir zur Gewohnheit, jedes abgeschlossene Projekt zu dokumentieren. Was lief gut? Wo kannst du verbessern? So sammelst du ständig neue Argumente für deine Verhandlungen und musst dir nicht immer wieder neue Gedanken machen.

4) Mit sich selbst verhandeln und Gelassenheit üben

Verhandlung bedeutet sich durchzusetzen und für seine Sache einzustehen. Das ist anstrengend, weil du nicht weißt, was auf dich zukommt. Wie stark wird der Widerstand sein? Wirst du deine Argumente gewinnbringend rüber bringen können?

Im Endeffekt kannst du es nicht wissen, wie ein Gespräch läuft. Und wir verhandeln auch nicht täglich Honorare. Es fehlt uns die Übung und deshalb sind wir nervöser als notwendig.

Was gegen Lampenfieber hilft

Zum einen kannst du eine gelassene Grundhaltung einnehmen. Was kann dir im schlimmsten Fall passieren? Du bekommst den Job nicht. Nicht schön. Aber dann bekommst du den nächsten. Und jede Absage kannst du als Erfahrung mitnehmen und musst sie nicht als Scheitern verbuchen.

Zum anderen kannst du Gesprächssituationen üben. Bitte einen Freund dir dabei zu helfen, ein Verhandlungsgespräch zu simulieren. Übe die Szene mit ihm als Auftraggeber. Nimm das Gespräch mit dem Smartphone auf und achte dabei auf folgendes:

  • Wie klingt deine Stimme? Ist sie fest und sprichst du ruhig in vollständigen Sätzen?
  • Wie ist deine optimale Sitzhaltung? Bist du verkrampft oder zu lässig.
  • Wie fühlt es sich an, wenn dein Gesprächspartner dir gegenüber oder übers Eck sitzt?

Nimm dir im Gespräch nicht zu viel vor! Wenn du alle Argumente, die du gesammelt hast, vor deinem Kunden herunterleierst, kann er sie nicht erfassen.

Such dir die stärksten drei aus, die deine Fähigkeiten für das anstehende Projekt ins beste Licht setzen.

5) Kunde und Projekt recherchieren

Wissen ist Macht.

Es spricht für deine Professionalität, wenn du gut informiert in Verhandlungen gehst.

Entwickle Spaß daran. Denn es fühlt sich gut an, alles im Griff zu haben.

Sammle so viele Informationen zum Kunden und zum Projekt wie möglich. Wer uninformiert in ein Gespräch geht, kann nicht auf Augenhöhe mitreden.

Wenn du deinem Kunden alles kritiklos glauben musst, kann er dich leicht im Preis drücken. Das darf dir nicht passieren.

Signalisiere ihm lieber, dass du weißt, wovon du sprichst. Sage ihm, dass du dich freust für ein Unternehmen zu arbeiten, dessen Auftragslage so gut ist. Und, dass du dir über den Umfang des anstehenden Projektes im Klaren bist.

Kein Kunde wird dir danach erzählen können, dass die Mittel begrenzt sind.

Erfrage außerdem vor dem Gespräch, mit wem oder mit wie vielen Personen du das Honorargespräch führst. Das bewahrt dich vor bösen Überraschungen und schweißnassen Händen zur Begrüßung.

6) Mutig in die Offensive gehen

In vielen Verhandlungsgesprächen wird lang und breit über das Projekt gesprochen und wie es realisiert werden soll. Dabei wollen alle nur das eine wissen: Was kostet das Ganze!

Nachdem du deinem zukünftigen Auftraggeber klar gemacht hast, wie du das Projekt kompetent bearbeiten wirst, solltest du nicht zögern.

Nenne aktiv deinen Preis. Und rede danach einfach weiter. Das ist aus zwei Gründen psychologisch wertvoll.

Beispiel:

„Nachdem ich erläutert habe, wie ich das Projekt erfolgreich umsetzen kann, nenne ich Ihnen mein Honorar. Ich nehme X Euro Tagessatz oder Ich nehme eine Gesamtpauschale von x Euro. Werde ich in einem Team mit Ihren Mitarbeitern arbeiten oder mein eigenes zusammenstellen?“

1. Du stehst zu deinem Preis und erwartest keine Einwände.

2. Durch dein Weiterreden kann der Kunde nicht sofort beim Preis einhaken.

Aber natürlich wird der Auftraggeber dein Preisangebot aufgreifen.

Übliche Einwände sind:

„Das ist zu teuer! Wir hatten mit Summe X gerechnet.“
„Das können wir nicht zahlen. An dem Preis müssen wir etwas machen!“
„Diesen hohen Preis hat noch niemand bekommen. Das geht nicht.“

An dieser Stelle solltest du nicht zu schnell weich werden und nachgeben.

Ich habe eine Ebay-Taktik, mit der ich garantiert jede Auktion gewinne.

Schon vorher überlege ich meinen Maximal-Preis, den ich biete. Über ihn hinaus gehe ich auf keinen Fall.

Dann warte ich bis ca. 10 Sekunden vor Ablauf der Auktion und setze genau diesen Preis. Nicht mehr, nicht weniger.

So habe ich bisher jede Auktion gewonnen.

Weil ich nicht von meinem Prinzip abgewichen bin und abgewartet habe. Wenn der Preis bereits vor meinem Gebot zu hoch ist, steigere ich nicht mit.

Genauso ist es bei Honorarverhandlungen: Der Kunde möchte Geld sparen und wird deswegen versuchen, dich bis zuletzt zu verunsichern. Wenn du dann in Panik gerätst, machst du Eingeständnisse, die du später bereust. Bleibe cool und bei deinem Preis.

Erkläre deinem Kunden noch einmal, dass es dir um das Ergebnis geht, das du für ihn erzielen willst. Dein Kunde will nicht das billigste Angebot, sondern das beste Ergebnis.

Deine Arbeit ist preiswert. Sie ist ihren Preis wert.

Überlege dir vor dem Gespräch geeignete Sätze, die die Qualität deiner Arbeit stützen.

Bei besonders hartnäckigen Verhandlungspartnern drehst du den Spieß einfach um: „Was bieten Sie mir denn an, wenn ich Ihnen einen Nachlass gebe?“

Dann ist dein Gegenüber dran, dich von seinem Angebot zu überzeugen. Und das gibt dir Zeit zu überlegen.

7) Eine menschliche Beziehung zum Kunden aufbauen

Bei allem Respekt, den du vor beruflichen Gesprächen haben kannst, darfst du eine Gesprächsebene nicht außer Acht lassen: die menschliche.

Dein Gegenüber vertritt einerseits seine beruflichen Interessen, andererseits möchte er einen sympathischen Mitarbeiter.

Zeitgemäße Verhandlungen beruhen auf dem Win-Win-Prinzip: Klar in der Sache, weich zu den Menschen.

Beide Seiten sollen mit dem Ergebnis der Verhandlung zufrieden sein – sowohl mit den Kosten als auch mit den jeweiligen Interessen.

Win-Win bedeutet auch, dass beide Seiten neben dem inhaltlichen Gewinn eine Kundenbeziehung anstreben.

Dein Kunde ist an einer langfristigen Geschäftsbeziehung interessiert. Mit einem zuverlässigen und belastbaren Partner.

An dieser Stelle kannst du ihm helfen, indem du Persönlichkeit zeigst.

Dabei nützt es dir auf lange Sicht nichts, wenn du eine Rolle spielst, die du nicht erfüllen kannst. Zeige deine echte Persönlichkeit mit Ecken und Kanten: Deine Werte, deine Erfahrungen und deine Meinung.

Je echter du dich zeigst, umso mehr wirst du von der Geschäftsbeziehung profitieren.

8) Niemals umsonst arbeiten

Auch ein verhunzter Job ist nicht umsonst. Die Erfahrung zählt.

An dieser Stelle meine ich aber: Arbeite niemals ohne Lohn!

Es ist eine häufige Taktik von Kunden bei Nachfolgeaufträgen nach Rabatten zu fragen. Du sollst wiederholt den Beweis antreten, dass du deine Arbeit Wert bist.

Das ist nicht logisch!

Der Kunde war mit deiner Leistung und dem Projektergebnis zufrieden. Er sollte dir eigentlich mehr zahlen, um noch einmal mit dir arbeiten zu dürfen.

Und genau das solltest du ihm mit gesundem Selbstbewusstsein mitteilen. Vielleicht nicht wörtlich!

Rabatte gewährst du mit Gegenleistung. Zum Beispiel: Der Kunde zahlt im Voraus, sichert dir weitere Aufträge schriftlich zu, nimmt größere Mengen eines Produktes ab oder zahlt Reisekosten und Spesen.

Überlege dir immer gut, ob es sich für dich lohnt und sage nichts direkt zu. Nach einem Tag Bedenkzeit sieht man häufig klarer.

Ein undankbarer Job

Es existiert eine Form der Zusammenarbeit, die ich vermeide: der Freundschaftsdienst.

Wenn ich mit jemandem lieber befreundet bleiben möchte, sage ich den Job ab oder gebe ihn weiter. Warum?

Zu Freunden sagt man viel eher Ja als Nein. Sie erwarten von dir viel mehr, weil sie dir vertrauen. Dementsprechend sind sie schneller enttäuscht, wenn du ihre Erwartungen nicht erfüllst.

Außerdem bezahlen Bekannte gern in Naturalien. Zum Beispiel mit einem Abendessen. Das ernährt dich zwar, bringt dich jobtechnisch aber überhaupt nicht weiter.

Mache ihnen freundlich klar, dass du Probleme hast, ihr Geld anzunehmen.

Geld ist wichtig. Gute Freunde sind noch viel wichtiger.

9) Nein sagen können

Besonders bei Auftragsflauten fällt es schwer, einem Kunden abzusagen.

Ich nenne dir 3 Gründe, wann du zu Kunden Nein sagen musst:

1. Kunde hat kein Budget

Der Kunde signalisiert von Anfang an, dass er nicht viel zahlen kann. Dieser Kunde macht es dir sogar leicht, Nein zu sagen. Jemand, der kein Budget hat, wird dich über den Tisch ziehen.

Mach dir klar, dass Leistung kostet. Immer. Überall. Oder hast du an der Supermarktkasse schon einmal gesagt: Ich sag’s Ihnen vorab, ich habe kein Geld dabei!

Honorare immer schriftlich fixieren. Dann kann dir ein zahlungsunwilliger Kunde auch im Nachhinein nicht entwischen.

2. Du hast einen Ruf zu verlieren

Lass bereits bei der ersten Kontaktaufnahme deinen Bauch entscheiden, ob der Kunde zu dir passt. Sag beim geringsten Zweifel ab und zwing dich nicht selbst in die Geldfalle!

Wenn du einen Job annimmst und es kommt zu Streitigkeiten wegen der Vergütung oder der vereinbarten Leistung, kannst du den Auftrag nicht einfach abbrechen.

Das kann richtig Stress geben, den du dir ersparen solltest.

Unzufriedene Kunden werden dich nicht weiterempfehlen oder sogar schlecht über dich reden. Muss dich nicht beeindrucken, aber es nervt.

3. Existenzangst adé

Im Berufsleben eines Selbstständigen kommt es immer wieder zu Ups und Downs. Es gibt Krisen, an denen du keine Schuld trägst. Das sind normale Konjunkturschwankungen. Dafür bilden wir Rücklagen!

Gerade dann darfst du dich nicht auf Preisdumping-Kunden einlassen. Sie machen die Marktpreise kaputt, indem sie Selbstständige gegeneinander ausspielen. Der niedrigste Preis erhält den Zuschlag.

Diese Kunden rauben dir Kraft und Zeit. Zeit, die du zur Weiterbildung und zur Akquise zahlungskräftiger Kunden brauchst.

Du bist ein Kreativ-Unternehmer ohne Sorgenfalten, schon vergessen? 😉

10) Drei Tipps zum Abschluss

1. Verkleide dich nicht!

Passe dich in deinem Äußeren deinem zukünftigen Geschäftspartner an, aber verstelle dich nicht. Es gibt nichts, das mehr stört, als eine zwickende Strumpfhose oder eine kratzende Krawatte.

2. Ziehe keine voreiligen Schlüsse!

Du findest deinen Verhandlungspartner unsympathisch und unkooperativ. Atme durch, stell dir vor, dass er ganz mies geschlafen hat und gib ihm eine Chance. Außerdem muss dein Gegenüber nicht unbedingt dein zukünftiger Ansprechpartner sein.

3. Nimm Verhandlungen ihren Schrecken!

Sieh sie als Teil deines kreativen Berufes. Du kannst nur weiter kreativ arbeiten, wenn du Geld verdienst. Honorarverhandlungen sind dafür unerlässlich. Nimm’s leicht und betrachte es positiv. Vielleicht macht es dann sogar irgendwann Spaß. 🙂

Steh zu dem, wer du bist. Ob Frau. Mann. Oder beides.

Wenn du es lernst, deine Sache zu vertreten, haben Vorurteile keinen Platz mehr in deinem Kopf. Und deine Konzentration beherrscht das Gespräch.

  • Sei dir sicher über dein Honorar
  • Bringe deine überzeugendsten Argumente
  • Sei positiv, klar und informiert
  • Verhandle klug und auf Augenhöhe
  • Hab Spaß am Prozess

Und hey, in einem meiner Jobgespräche bin ich von einem Fettnäpfchen zum nächsten gestolpert.

Es war ein Albtraum.

Ich habe den Job innerlich abgeschrieben, tief durchgeatmet und mich neu konzentriert. Am Ende des Gespräches hatte ich den Auftrag zum höchsten Stundensatz und habe lange Zeit mit dem Kunden zusammen gearbeitet.

Es ist alles drin!

Deine Sonja
PS: Lebe das Leben, das du leben willst. Mit Gelassenheit. Und Spaaaß!

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Jeder sagt dazu Ja.

Weil niemand ein Verlierer sein will.

Frag deine Freunde, ob sie es wollen. Und ich wette, keiner zögert.

Jeder möchte erfolgreich sein. Die Vorstellung von Erfolg wabert wie eine zum Greifen nahe Wolke über unseren Köpfen.

Aber was bedeutet das eigentlich – wie definierst du Erfolg, wenn du dich als Unternehmer positionierst?

Erfolg ist kein Mysterium.

Der Begriff bedeutet ursprünglich die Folge aus einer Handlung. Eine Zielsetzung wird erreicht. Punkt.

Was wir gesellschaftlich aus dem Begriff gemacht haben, führt zur eigentlichen Problematik: Wir wollen alle irgendwie erfolgreich sein, wissen aber nicht genau wie.

Erfolg wird häufig mit Reichtum und Glück gleichgesetzt. Wer erfolgreich ist, bezieht eine Stellung in der Gesellschaft und genießt Anerkennung. Meistens durch den Job.

Aber ist das wirklich alles?

Nehmen wir dich: Du hast ein Unternehmen gegründet, weil du … und da beginnt der Dschungel der Träume, Wünsche und Ziele.

Folgerichtig stellst du dir die Fragen, wovon dein Lebensglück abhängt und was dich in deinem Job gut macht:

  • Bringt dich die einzigartige Geschäftsidee automatisch an die Spitze?
  • Bist du erfolgreich, wenn du eine Million auf dem Konto hast?
  • Sind glückliche Gesichter dein Lebenselixier?
  • Musst du einen Bestseller schreiben, der auf der Spiegelliste landet?

Die Unterschiedlichkeit der Fragestellungen zeigt dir, wie schwierig es geworden ist, den einen Grund für Erfolg zu finden.

Bist du erfolgreich, wenn du viel Geld mit deinem Job verdienst, aber zum Beispiel keinen Partner findest?

Unsere Lebenskonzepte sind komplizierter geworden. Und nur du kennst deine Definition davon.

Und weil das so ist, habe ich dir etwas Arbeit abgenommen: Ich habe mich durch etliche Artikel, Interviews und TV-Talks gewühlt, um dir ein umfassendes Ergebnis zu präsentieren.

Unter den Spitzen-Unternehmern meiner Recherche befinden sich Autoren, Designer, Schauspieler, Blogger, Denker, Musiker und Industrielle. Und ich spreche hier nicht von Krethi und Plethi, sondern von Menschen, die mit ihrer kreativen Tätigkeit bewiesenermaßen extrem erfolgreich sind!

Wenn du zum ersten Mal einen Marathon läufst, fragst du auch keinen Anfänger, wie du das schaffst. Du fragst den, der schon erfolgreich ins Ziel gekommen ist. Und wenn du ganz schlau bist, sogar einen Profi, der seinen Erfolg schon viele Male wiederholen konnte.

Mein Erfolg ist, dass ich nur clevere Leser anziehe ;-). Also, lies bitte weiter.

Hier ist sie, die Top 10 der häufigsten Antworten auf die Frage: Was ist das Erfolgsgeheimnis der kreativsten Menschen, bei denen du dir etwas für dein Unternehmen und dein Leben abschauen kannst.

 

Nr. 10) Sie nutzen Geld als Mittel zum Zweck

8 von 10 Lotto-Millionären sind nach 2 Jahren pleite.

Weil sie u. a. nicht unternehmerisch handeln. (Quelle)

Otto Normalverbraucher gibt sein Geld für Konsumgüter aus. Bis es weg ist!

Erfolgreiche Unternehmer aber investieren in ihre Ideen.

Sie stecken jeden Cent in ihre Unternehmens- und Persönlichkeitsentwicklung, damit ihr Business weiter läuft und wächst.

Ihr Beweggrund ist nicht, Geld zu haben, sondern es zu nutzen.

Geld gibt die Freiheit, das zu tun, was man liebt. Das ist der Satz, der mir während meiner Recherche immer wieder begegnete.

Er unterstreicht den Gedanken, Geld als Mittel zum Zweck zu betrachten.

Du brauchst es einfach, um weiter zu machen. Und nicht, weil Geld so geil ist.

Geld ist vielleicht das Auto. Aber der Motor ist deine Idee.

Gerade gute Unternehmer polieren ihr Ego nicht mit Statussymbolen. Sie kennen den Wert ihrer Arbeit und leben nicht am Limit.

Es gibt zwei großartige Dinge in meinem Leben: Ich habe keine Schmerzen und ich habe keine Schulden. – Stephen King

Natürlich umgeben sich die Super-Reichen gerne mit Bling-Bling. Aber in ihrer Grundhaltung sind die meisten erstaunlich diszipliniert.

So sagt der US-amerikanische Musikproduzent Jay-Z über Menschen, die in die Erfolgsfalle tappen: Sie vergessen die ursprünglichen Beweggründe ihrer Bemühungen. Egal ob du einen oder eine Million Dollar auf der Bank hast, es ändert nichts daran, wer du wirklich bist.

Geldbesitz allein ist also kein Beweis für Erfolg, sondern das, was du damit machst. Am Ende es Monats muss unbedingt genug übrig sein, um weiter zu machen.

 

Nr. 9) Sie sind schneller als andere

Eine Idee, die du nicht innerhalb von 72 Stunden umsetzt, landet für immer in der Schublade.

Schnelligkeit im Business bedeutet nicht nur Tempo, sondern Reaktion zur richtigen Zeit.

Steve Jobs hielt sich nicht mit aufwendigen Marktforschungen auf, wenn er von einem Produkt überzeugt war.

Er infizierte andere mit seinen Ideen: Er lobte, feuerte und manipulierte so lange, bis er das Team hinter sich hatte, das seine Ideen erfolgreich umsetzte.

Deshalb sind Crowdfunding-Kampagnen so beliebt. Das Risiko eines Flops wird geringer, wenn du schnell viele Fans für dich gewinnen kannst.

Für eine andere erfolgreiche Unternehmerin bedeutet Schnelligkeit, für eine geniale Idee alles stehen und liegen zu lassen.

J. K. Rowling erfand Harry Potter während einer Zugfahrt. Zu Hause angekommen brachte sie sofort alles zu Papier und legte damit den Grundstein ihres größten Erfolges. Hätte sie gezögert und zuerst andere zu ihrer Idee befragt, wären wir wahrscheinlich um einen Klassiker ärmer.

Erfolgreiche Unternehmer verfolgen ihre Ideen über lange Strecken. Sie sind beharrlich und geben nicht beim kleinsten Problem auf.

Sie finden pragmatisch Lösungen wie Connie Biesalski, digitale Nomadin und Gründerin von Planet Backpack: Viele Leute bleiben immer wieder an kleinen Sachen oder überhaupt an irgendwelchen Problemen hängen, und ich denke mir dann, ja, mein Gott, dann löse sie doch! Also nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken. (Quelle)

Dein Erfolg durch Schnelligkeit hängt allein von deinem inneren Schweinehund und einem Quäntchen Mut zum Risiko ab. Aber wenn du dich nicht traust, bleibt immer die Frage: Was wäre gewesen, wenn?

 

Nr. 8) Sie sind Vorbilder in der Gesellschaft

Gute Unternehmer fragen nicht, was die Gesellschaft für sie tun kann. Sie fragen: Was kann ich für die Gesellschaft leisten, um etwas zu bewegen?

Das klingt beim ersten Lesen heillos idealistisch, es bedeutet unternehmerisch aber vor allem dieses:

Sei ein Vorbild mit deiner Arbeit. Begeistere und überzeuge Menschen von deiner Mission. Erwecke in ihnen den Wunsch, dir zu folgen und deine Werte zu verbreiten.

Schaffe eine Marke und verkörpere sie.

Titus Dittmann ist der Gründer der Marke Titus, dem europäischen Marktführer für Skateboards und Streetwear.

Titus gilt als der Vater der deutschen Skateboard-Szene.

Er leistete Pionierarbeit, indem er daran glaubte, das er die amerikanische Skateboardkultur nach Deutschland holen und erfolgreich vermarkten konnte.

Die großen Stars der Szene folgten ihm aus aller Welt nach Deutschland und demonstrierten seinen Fans ihre Leidenschaft, die sie ab dann selbst ausleben konnten.

Titus war nie abseits, sondern immer mitten im Geschehen. Seine eigene Begeisterung für das Skateboard fahren verband weltweit Generationen und machte sein Unternehmen so authentisch.

Er kannte dabei keine Grenzen: In den 80ern schmuggelte er sogar Skateboards nach Ostdeutschland (damalige DDR).

Was machte er besser?

Titus glaubte an etwas, das es noch nicht gab. Er lebte seinen Fans die Skateboardkultur vor und verkaufte mit seinen Produkten nicht nur Konsumgüter, sondern einen neuen Lebensstil.

Der Erfolg eines Vorbildes ist es, die Gesellschaft zu bereichern und im besten Fall Generationen zu prägen.

 

Nr. 7) Sie lassen ihrer Kreativität freien Lauf

Kreative Menschen gelten als kompliziert, weil sie zu sensibel sind.

Kommt dir das bekannt vor?

Mir schon. Und weißt du was? Es ist mir sch*** egal, denn:

BINGO! Kreativität und deine feinen Antennen sind dein Hauptgewinn.

Lass deiner Kreativität freien Lauf. Weil erfolgreiche Kreative können nicht nur pragmatisch an Verkaufszahlen denken.

Ein Leben ohne Spielen, bunte Geschichten und ungehemmtes Herumspinnen wäre einfach nur öde.

Zugegeben, es ist schwieriger, als kreativer Mensch Geld zu verdienen. Der Zwang, überleben zu müssen, entspricht nicht dem Wesen des kreativen Schaffens.

Aber trotzdem.

Stephen King hat bis heute circa 350 Millionen Bücher verkauft.

Der Altmeister des Horror-Genres weiß, wovon er spricht, wenn er rät, die eigene Fantasie zu trainieren, aber nicht in ihr unterzugehen: Es tut manchmal weh, etwas seiner Fantasie entreißen zu müssen – vielleicht nicht körperlich, aber in jedem Fall mental –, doch je intensiver man seine Fantasie einsetzt, desto mehr kann man aus ihr rausholen.

King hat immer ein Leben am Rande des Wahnsinns geführt. Wie konnte er dennoch produktiver sein als andere?

Er hatte immer eine feste Struktur.

Und die brauchst du, um deine Kreativität zu lenken.

Stephen Kings Arbeitstag ist immer gleich. Sein Erfolg ist ein unerschöpflicher Ideen-Pool und regelmäßiges, strukturiertes Schreiben.

Deine kreativen Ideen nützen dir nur, wenn du sie umsetzen kannst. Schaffe dir eine Zeit zum Spinnen und eine zum Arbeiten.

 

Nr. 6) Sie handeln stets mit Selbstvertrauen

Die erfolgreichsten Unternehmer glauben unerschütterlich an sich selbst und ihre eigenen Ideen.

Klar, es gibt auch schlechte Tage. Aber die besten Unternehmer haben das Selbstvertrauen, die guten Tage zu nutzen: Sie treffen angstfrei Entscheidungen, um zu gewinnen. Genau das macht den Unterschied!

Ein klarer Gewinner ist der erfolgreiche Entertainer und Unternehmer Stefan Raab. Er bestimmte maßgeblich die deutsche Medienlandschaft. Mit Lena Meyer-Landrut gewann er den ESC und machte sie darüber hinaus bekannt.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung pulverisiert Raab ein deutsches Sprichwort: Ich verstehe Leute nicht, die sagen: Man solle aufhören, wenn es am schönsten ist. Man mache sich den eigenen Ruhm kaputt. Was ist das denn für ein Schwachsinn? Das zeigt aber, worauf die aus sind: auf Ruhm. Ruhm bringt aber im Leben nichts.

Ruhm ist kurzfristig. Erfolg nicht.

Lena gewann zwar kein zweites Mal den ESC, aber sie war die erste Casting-Künstlerin mit einem zweiten Album in Folge auf Nummer eins der Charts. Das hatte es vorher noch nie gegeben.

Erfolgreiche kreative Unternehmer glauben an sich und …

 

Nr. 5) Sie machen immer weiter

Beharrlichkeit.
Ausdauer.

Das sind die Tugenden, an denen die meisten Solopreneure nach 2 Jahren scheitern. Die erste Verliebtheit ist vorbei. Alles, was bleibt, ist Arbeit.

Als Einzelkämpfer gehst du keine Verpflichtungen gegenüber anderen ein. Das macht es leichter, bei Rückschlägen das Handtuch zu werfen.

Mehr als 80 Prozent aller Startups scheitern innerhalb von drei Jahren. (Quelle)

Hauptgrund des Scheiterns: Schlechte Kommunikation innerhalb der Teams oder die Mannschaft passt von Anfang an nicht zusammen.

Solltest du nicht eine gespaltene Persönlichkeit haben, kannst du diese Tipps meiner Top 10-Unternehmer beherzigen:

Nicht aufgeben

Scheitern bedeutet nicht von null anfangen. Du hast immer etwas, auf das du aufbauen kannst. Jasmine Star von MySocialCurator.com empfiehlt darüber nachzudenken, wofür du in deinem Business die meisten Komplimente erhältst. Da setzt du an!

Wieder aufstehen

Mit dem Schweinehund ist es wie mit der Idee: Vergehen 72 Stunden wird es immer schwerer, wieder aufzustehen. Ein No-Go!

Prozess fokussieren, nicht das Ergebnis

Wenn du das Ergebnis fokussierst, bist du nicht im Prozess. Und dir unterlaufen Fehler, die du vermeiden kannst. Marketing-Experte Vladislav Melnik von Chimpify erläutert die Philosophie des Lean Startups. Du kannst den Bauen-Messen-Lernen-Kreislauf auf jedes deiner Produkte anwenden! Das Schöne: Einen Kreis kannst du endlos durchlaufen.

Fehler eingestehen

Fehler sind wichtig für den Lernprozess. Kann nicht oft genug betont werden.

Und wieder von vorne anfangen

😉 …

 

Nr. 4) Sie wissen, was Glück bedeutet

Erfolgreiche kreative Unternehmer suchen nicht nach Glück. Sie haben total klar, was Glück für sie bedeutet und bauen darauf auf.

Walter Epp (Blogger, Autor und Schreibguru) von Schreibsuchti.de unterscheidet zwei Kategorien von Unternehmern:

Die Glücksritter und die Glücksschmiede

Die Glücksritter verlassen sich darauf, dass ihnen ihr Glück zufliegt. Sie glauben an den nächsten Lottogewinn und den Super-Geheimtipp, der sie endlich erfolgreich macht.

Ihr Glück ist abhängig von anderen Menschen und Umständen.

Die Glücksschmiede hingegen bemühen sich um ihr Glück. Sie übernehmen Verantwortung für ihr Leben und ihr Unternehmen.

Sie erschaffen ihr Glück selbst. Dazu brauchen sie ebenfalls Menschen. Nur auf ganz andere Art.

Die beiden Harvard-Studien The Grant Study und The Glueck Study beschäftigten sich über 75 Jahre lang mit der Frage: Was macht den Menschen wirklich glücklich? (Weitere Informationen)

Das Ergebnis ist eindeutig: Weder Geld, noch körperliche Gesundheit macht uns glücklich.

Die glücklichsten Menschen genießen den Rückhalt in ihren Familien und mit Freunden. Sie pflegen tiefe Beziehungen und fühlen sich in ihnen aufgehoben.

Laut der Studien bedeutet Glück aber auch, nicht immer alles gleich und sofort zu wollen, sondern sogar weniger zu wollen.

Der Philosoph Richard David Precht bestätigt, dass Status Symbole für Erfolg keine Rolle spielen. Ganz im Gegenteil: Sie verursachen sogar Stress, weil man sich durch sie ständig mit anderen messen und vergleichen muss.

Klar: Wenn dir dein Glück in Fleisch und Blut übergegangen ist, kannst du dich besser auf dein Business konzentrieren.

Und nun kommt der Endspurt: Die Top 3 der Gründe, wie du ein erfolgreicher kreativer Unternehmer werden kannst

 

Nr. 3) Du konzentrierst dich aufs Wesentliche

Ich habe mir heute Instagram-Profile angeschaut, Tweets geschrieben, Anfragen per E-Mail beantwortet … dann war da dieses lustige Video mit dem lachenden Mexikaner … und irgendwie blieb dann keine Zeit mehr für den Blogartikel.

Genau das machen erfolgreiche Kreative nicht.

Erfolgreiche Unternehmer lassen sich nicht ablenken und sagen zu allem nein, was ihre Produktivität einschränkt.

Wenn du zu den Besten deines Fachs gehören möchtest, investierst du so viel Zeit wie nur irgendwie möglich in dein Fach!

Multi-Talente wie Helge Schneider haben keine Zeit Werbung zu machen, weil sie sich nicht für die Ideen anderer vor den Karren spannen lassen.

Star-Fotograf Richard Avedon sagte einmal einen Interviewtermin mit folgenden Worten ab: Das Geheimnis der Produktivität besteht darin, einen sehr großen Papierkorb zu haben für alle Anfragen wie ihre.

An aller erster Stelle kommt also dein Kerngeschäft. Dein Erfolg hängt davon ab, wie viel Zeit du damit verbringst.

 

Nr. 2) Du entwickelst dich weiter und wächst

Zum Beispiel: Ich bin Mitte 40 und starte meine 4. Karriere als Bloggerin. Wobei „starten“ das falsche Verb ist. Denn alles, was ich bisher geschafft habe, führt wie ein roter Faden zu dem, was meine Arbeit jetzt ausmacht. „Purintuflow“ bedeutet: Eins fließt ins andere über. So sehe ich meine Entwicklung.

Man kann nicht über Gut und Böse schreiben, indem man das Böse ausspart. – J. K. Rowling

Was J. K. Rowling damit meint ist, dass du über Grenzen hinausgehen musst, um zu wachsen. Beweg dich aus deiner Komfortzone heraus, sonst lernst du nichts dazu.

Über hunderte Seiten hinweg musste sie Harry Potter leiden und von den Lesern geliebte Charaktere sterben lassen. Anders konnte sich ihre Buchreihe nicht weiterentwickeln.

Für die Erfolgs-Autorin bedeutet Entwicklung, dem Alten nicht nachzutrauern und auch das Nutzlose, das im Müll landet, als Teil der Arbeit zu betrachten.

Für dich als kreativer Unternehmer bedeutet das, Dinge auszuprobieren, bei denen du dich unsicher fühlst. Geh das Risiko ein, Fehler zu machen und große Erfolge zu feiern!

 

Nr. 1) Du schützt deine Unabhängigkeit

Freiheit wird mit Abstand am häufigsten genannt, wenn es um die Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg geht.

Unabhängigkeit ist die Freiheit, das zu tun, was man will.

Bärbel Stolz erkannte früh, dass sie in ihrem Schauspielberuf immer von Castings und Rollenbesetzungen abhängig sein würde. Sie fühlte sich unmündig und fremdbestimmt.

Ihre eigene Stimme fand sie in ihrem Comedy-Projekt, das sie als Prenzlschwäbin zum YouTube-Star machte.

Trotz Zweifel, ob jemand sie lustig finden würde, wählte sie eine Nische: Sie parodierte die Exil-Schwaben in Berlin. Und ihr Humor kam an.

Heute sieht die Unternehmerin ihre Freiheit in der Sicherheit, nicht jedem gefallen zu müssen. Und ihren Erfolg darin, dass sie auf ihrem Rennrad endlich cool aussieht.

Als kreativer Unternehmer hast du die einmalige Chance, frei und unabhängig zu arbeiten, wann und wo du willst. Freiheit sollte der wahre Reichtum deines erfolgreichen kreativen Unternehmens sein.

 

Erfolg beginnt im Kopf und pflanzt sich fort

Wenn du bis hierher gelesen hast, bist du schon einen Schritt weiter. Du hast einen Einblick bekommen, wie sehr erfolgreiche kreative Unternehmer ihr Leben bestreiten.

Wie bringt dich das weiter?

Ich bin mir sicher, dass Erfolg eine Einstellungssache ist. Er hängt von deiner Vorstellungskraft ab, was du mit deiner Arbeit erreichen kannst.

Berühmte und erfolgreiche Unternehmer waren einmal genauso unbekannt und Grün hinter den Ohren wie du und ich.

Mit dem Unterschied, dass sie ihre Träume umgesetzt haben. Erst mit Babyschritten und dann im Großen.

Sei mutig! Ich wünsche dir, dass du deinen Erfolg findest.

Deine Sonja
PS: Lebe das Leben, das du leben willst. Mit Gelassenheit. Und Spaaaß!

 

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5 effektive Methoden, weniger zu tun und doch mehr zu schaffen (Achtung: Könnte dein Denken verändern)

5 effektive Methoden, weniger zu tun und doch mehr zu schaffen (Achtung: Könnte dein Denken verändern)

5 effektive Methoden, weniger zu tun und doch mehr zu schaffen (Achtung: Könnte dein Denken verändern)

Es ist mal wieder soweit.

Die Uhr zeigt 03:17 Uhr. Ich liege wach.

Mir schwirren 1000 Gedanken durch den Kopf. Das Jahr ist im vollen Gange, und ich habe nicht einmal einen Bruchteil der Sachen geschafft, die ich mir vorgenommen hatte. Ich wollte mit Akquise anfangen, meine Webseite auf Vordermann bringen, meine Finanzen sortieren, mich gesünder ernähren, mehr Sport treiben und endlich wieder Freunde treffen.

Ich arbeite von morgens bis abends. Und wenn ich 5 Sachen von meiner Liste gestrichen habe, kommen 7 neue dazu. Ich strample mich ab und schaffe gefühlt gar nichts.

Am Ende des Monats ist zu viel Arbeit übrig – und zu wenig Geld da. Warum kann das nicht andersherum sein?

Kommt dir das bekannt vor?

Ich kenne das frustrierende Gefühl. Es war höchste Zeit umzudenken. Ich habe Mann, Kind, Hund, Haushalt, Laden und einen Blog. Du wirst ähnlich viel vor der Brust haben.Ich hatte gar keine Zeit mehr für einen 8-Stunden-Arbeitstag! Wollte aber am Ende des Tages genauso viel erledigt haben und zusätzlich Zeit für mich, für meine Familie und Freunde. Was tun? Ich reduzierte meine Arbeitszeit auf 4 Stunden und war überrascht, dass ich in der Hälfte der Zeit effektiver arbeitete und zufriedener war. Ich konnte also in 8 Stunden doppelt so viel Geld verdienen! Wie ich das schaffte, möchte ich mit dir teilen.

 

 

5 Wege, weniger zu tun und mehr zu schaffen

Mehr schaffen mit weniger. Das klingt erst einmal paradox.

Wenn du aber weißt, wo du ansetzen musst, wird es klarer.

Stell dir bitte einen Läufer bei einem Wettrennen vor.

Er läuft los.
Und läuft.
Das Ziel ist nicht in Sicht.
Er läuft schneller.
Er rennt.
Und kommt nicht an.

Wie kann das sein? Er ist doch losgelaufen?

Ja, schon. Aber einem Läufer nützt es nichts, schneller zu rennen, wenn er in die falsche Richtung läuft.

Genauso ist es, wenn du lang und hart arbeitest. Wenn dir das richtige Konzept fehlt, läufst du in die falsche Richtung. Dein Tempo zu erhöhen, bewirkt außerdem Stress, aber keine Verbesserung. Es ist unbedingt notwendig, die Richtung zu korrigieren und herauszufinden, woran es liegt, dass du zu viel tust und zu wenig dabei herauskommt.

Was kannst du tun, um in kürzester Zeit ins Ziel zu kommen?

 

1) Chefsache

Schon vor Eintritt ins Arbeitsleben wird uns weisgemacht, dass wir keine Zeit haben.

12 statt 13 Jahre Schule, Ausbildungsjahre abkürzen und Bachelor in Regelstudienzeit.

Die Botschaft ist klar: Zeit ist Geld.

„Mache 10 Praktika, sonst sind die Mitbewerber besser als du!”

„Kaufe bis 23:59 Uhr, sonst ist das Angebot weg!”

„Versichere dein Leben heute, sonst hast du morgen nichts!”

Wir dürfen nichts verpassen und sollen uns beeilen. Der Wettbewerb treibt uns voran. Und wenn wir schneller sind als andere, machen wir alles richtig.

Anderenfalls droht uns Strafe: Weniger Lohn. Weniger Rente. Altersarmut. Davor haben wir Angst!

Das Problem ist, dass ängstliche Menschen unter Zeitdruck nur abliefern. Ihre Arbeitsergebnisse sind schlecht. Es fehlt ihnen die Motivation, Leidenschaft und Menschlichkeit. In einer Festanstellung mag das nicht auffallen. Aber in deiner Selbstständigkeit?

Wir führen Kalender, in denen wir Pflichten und Termine ordnen, um mehr zu schaffen. Verabredungen mit Freunden sagen wir lieber ab, anstatt unsere To-Do-Liste zu vernachlässigen. „Ich schaff’s heute echt nicht!“ Morgen und Übermorgen leider auch nicht.

Das kann ein ganzes Leben lang so weitergehen. Es sei denn, du fragst dich einmal, wer wirklich Chef über deine Zeit ist.

Fakt ist, wir sind nicht mit To-Do-Listen und Timelines auf die Welt gekommen. Wir haben nicht mit Stolz abgehakt, dass wir eine Bude gebaut, 5 Kaulquappen gefangen und den rechten Gummistiefel der Schwester vergraben haben. Wir hatten einen richtig tollen Tag und schliefen zufrieden ein. So war das damals, und es hat sich nichts geändert. Nur wir.

Ich erzähle dir eine erstaunliche Geschichte, die dir die Augen öffnen wird.

Ein Mann wollte malen. Er setzte sich das Ziel, innerhalb von 10 Jahren ein annehmbares Kunstwerk zu erschaffen, dass er vorzeigen konnte. Das war für ihn ein machbarer Zeitraum, in dem er üben und sein Ziel erreichen wollte. Er nahm sich Zeit, obwohl er bereits über 70 Jahre alt war. Er ignorierte diese Tatsache und fing an zu malen.

10 Jahre! Würde er überhaupt Zeit haben, sich zu verbessern? Die nächsten Jahre noch erleben?

Das war für den Mann gar nicht entscheidend. Wichtig war nur sein Ziel, das er ohne Versagensangst und Zeitdruck erreichen wollte.

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen: Uns unterscheidet gar nichts von einem 70 Jahre alten Mann. Unser Leben ist endlich.

Wäre es dann nicht großartig, bereits mit 30 oder 40 zu verinnerlichen, was der Mann mit 70 Jahren gelernt hatte? Du könntest dir die Freiheit nehmen, über deine Zeit zu bestimmen. Aus Spaß Pausen machen. Weiter arbeiten, wenn es dir sinnvoll erscheint.

Wie fühlt sich diese Vorstellung an?

Faul. Und das wollen wir nicht sein!

Ich weiß, das eigene Zeitmanagement zu durchbrechen und weniger zu arbeiten, entspricht nicht unserem Leistungsdenken. Es erfordert Mut.

Warum sollen wir vom Karussell abspringen, wenn alle weiterfahren? Weil wenn wir es nicht tun, verlieren wir den nötigen Abstand, um etwas Wichtiges zu erkennen: Nicht alles ist fortschrittlich, nur weil es sich bewegt. Ein Karussell dreht sich im Kreis. Wir sehen beschäftigt aus, erreichen aber nichts. Wir machen uns und anderen lieber etwas vor, als etwas zu ändern.

Das ist Abstrampeln ohne Ergebnis.

Wenn du produktiver werden willst, dann nimm dir deine To-Do-Listen vor. Wage das Experiment und kürze sie auf 1-3 Punkte. Die Nr. 1 hat Priorität. Sie ist die eine Sache – die wichtigste. Sie ist der Punkt auf der Liste, der deine Arbeit und dein Leben entscheidend voranbringt.

Punkt 2 und 3 dürfen dringende Dinge sein, die du nebenher erledigst: Wäschewaschen für saubere Unterhosen (notwendig) oder zum Zahnarzt gehen (terminiert).

Wenn du die wichtigste Sache erfüllt hast, mach Feierabend! Auch, wenn es erst 11 Uhr vormittags ist.

Das Gefühl danach wird erst einmal seltsam sein, weil du nicht daran gewöhnt bist, Zeit zu haben. Gewöhne dich daran! Wenn du regelmäßig nur das Wichtigste erledigst, wirst du dich nicht mehr gehetzt und überfordert fühlen. Du wirst endlich etwas schaffen! Und Produktivität ist das Gegenteil von Faulheit.

Überlege dir abends genau, was am nächsten Tag das Wichtigste ist. Lass dich dabei nicht von den üblichen Zeitfressern ablenken: E-Mails checken, Facebook schauen, Kühlschrank öffnen, Sachen hin- und her räumen. Schließe die eine Aufgabe konzentriert ab. Du wirst sehen, wie viel mehr Zeit du für Schönes hast: Freunde treffen, mit der Familie zu Abend essen, Sport, Hobbys.

Ich verspreche dir, dass du ohne Angst und Zeitdruck um ein Vielfaches kreativer wirst. Und deine Sichtweise auf die wichtigen Dinge im Leben veränderst.

 

2) Dein Du

„Du bist doch Designerin, mach doch mal Webseiten!“
„Ja, okay.“

„Du bist doch Bloggerin, dann könntest du doch ein Buch übers Bloggen schreiben!“
„Ja, gut.“

„Du hast doch einen Hundeladen. Warum bietest du nicht die neuen, extralangen Leinen an?“
„Ja, mach ich.“

Ja. Ich passe ins Weltbild eines anderen.

Er beurteilt mich anhand der Informationen, die er hat. Geprägt durch seine Maßstäbe entsteht ein Bild von mir. Schublade auf, Schublade zu. So läuft’s.

Schwierig wird es, wenn ich alles erfülle, was von mir erwartet wird. Ich werde zu einem Ja-Sager, von dem kein „Nein“ mehr akzeptiert wird.

Wie häufig sagen wir einfach Ja und hinterfragen es nicht.

Du würdest doch auch nicht mit einem Gemischtwarenladen auf eine Technikmesse gehen, nur weil jemand sagt: Du hast doch Batterien im Angebot, passt!

Du würdest dich lächerlich machen, weil du nicht nein sagen konntest.

Das mag absurd klingen, ist aber Realität aller Ja-Sager. Wenn du nicht exakt weißt, für wen und was du selbstständig bist, werden andere für dich entscheiden.

Die traurige Wahrheit ist: Wenn du es allen recht machst, geht einer leer aus: Du.

Der Mann aus der Geschichte musste sich von anderen anhören: Du bist verrückt! Warum machst du dir in deinem Alter die Mühe zu malen. Das ist sinnlos. Seine Antwort darauf war überraschend: Ja, stimmt. Ich bin ein Trottel. Ich will malen und glaube daran. Wie sich ein Rentner richtig verhält, weiß ich nicht. Es ist mir gleich. Ich werde Künstler.

Der Mann wehrte sich, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Er hatte seinen Standpunkt klar und hielt seinen Fokus.

Es allen recht zu machen ist enorm viel Arbeit für ein mickriges Ergebnis, das nicht das ist, was du willst. Du bekommst keine Kunden, indem du versuchst, alle anzusprechen. Mach weniger! Sprich die richtigen Kunden an.

Formuliere in einem Satz, was du anbietest und wer deine Kunden sind. Wenn du das ein Mal gemacht hast, triffst du alle Entscheidungen garantiert richtig: Mit einem klaren Ja oder Nein. Das ist effektives Arbeiten!

Natürlich wird man dich für deine Einstellung kritisieren. Den Neid anderer verdient man sich. Ihr Lob bringt dir keinen Cent mehr in die Kasse, sondern nur deine richtigen Entscheidungen.

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen recht machen zu wollen. – Plato

Wenn du von allen gemocht werden willst, ist der richtige Ort der Streichelzoo. Aber dann überlege dir auch, auf welcher Seite des Zaunes du stehst.

Wir bewundern Menschen für ihre Ecken und Kanten. Ob wir sie toll oder abstoßend finden, egal: Sie haben unsere Aufmerksamkeit.

Karl Lagerfeld schwingt Pferdeschwanz und Fächer nicht, weil er nur ein Designer ist. Er ist DER Modezar.

Sascha Lobo färbt seinen Irokesenschnitt nur deshalb rot, weil er ein Zeichen setzen will. Er ist DER Internet-Rebell.

Wenn du zu 100 % hinter deinem Business stehst, arbeitest du effizienter und leidenschaftlicher. Und das wird jeder merken und nicht daran zweifeln.

Beweise deine Ecken und Kanten. Hinterlasse Eindruck. Sei unvergesslich.

 

3) Es reicht

Ich lief vor ein paar Tagen an einem Starbucks vorbei. Diese Läden bestehen deswegen aus Fensterfront, damit wir sehen, wer alles einen Laptop oder Tablet besitzt. Alle arbeiten, dass die Kasse nur so klingelt. (Aber nur die von Starbucks.)

Keine Frage, mobile Arbeitsgeräte gehören zu unserem Leben wie Butter aufs Brot. Aber brauchen wir sie deswegen auch?

Bei einem interessanten Workshop konnte ich nur mit Laptop teilnehmen. Ich zögerte, kaufte aber keins. Statt zum Workshop zu gehen, las ich ein Buch zum Thema. Ich hatte mir die Informationen anders beschafft, doch trotzdem wurmte es mich.

Ich hatte gezögert. Weil ich dazugehören wollte. Einen Augenblick lang hatte ich in meinem Verzicht einen Mangel gesehen. Und das tat doppelt weh.

Woran mangelte es mir genau?

Schau dich in diesem Moment einmal um. Wie viele Dinge umgeben dich unmittelbar? Fehlt dir etwas?

Es ist eine Tatsache, dass wir 90 % unseres Besitzes nie nutzen.

Verzicht jedoch bereitet uns Schmerzen, als habe man uns bestohlen.

Der Mann aus der Geschichte hatte den Wunsch zu malen. Teure Malsachen oder Grafikprogramme konnte er sich nicht leisten. Mit Farbe zu hantieren fand er unpraktisch. Bei seinen ehemaligen Kollegen hatte er ein Computer-Programm gesehen, das Diagramme mit Farbverläufen erstellen konnte. Das interessierte ihn. Dasselbe Programm hatte er zufällig zu Hause auf seinem PC: Es hieß Microsoft Excel, und er begann damit zu malen.

Ja, du hast richtig gelesen. Der Mann begann mit einem Tabellenkalkulationsprogramm zu malen.

Er musste nichts Neues kaufen. Er investierte keine Zeit in aufwendiges Lernen. Er nutzte einfach das, was ihm zur Verfügung stand.

Der Mann verzichtete auf seinen Stolz und konzentrierte sich aufs Wesentliche – das Malen. Dass er sich etwas nicht leisten konnte, hielt ihn nicht auf.

Ein Laptop oder Tablet für die Arbeit anzuschaffen ist eine gute Sache, wenn du dir das leisten kannst. Du kannst dich mit vielen, schönen Dingen umgeben. Nur eins ist sicher: Die Dinge besitzen dich, nicht umgekehrt. Du trägst Verantwortung für sie: Ihre Anschaffung, Pflege und Reparatur.

Sie fordern dein Geld und deine Zeit, die du brauchst, um zu wachsen. Um mehr zu erreichen. Und letztlich: Um wieder Geld zu verdienen.

Du nutzt nur 10 % deines Eigentums. Der Rest macht dich nicht glücklicher, nicht besser und nicht produktiver. Und sollte das Gras auf der anderen Seite des Zauns tatsächlich grüner sein, dann hast du die falsche Brille auf.

Im Falle des Mannes war der Verzicht ein Segen: Er machte aus einem Mangel einen Vorteil. Er war der erste, der auf die Idee kam, ein Tabellenkalkulationsprogramm kreativ zu nutzen. Eine innovative Meisterleistung!

Merkst du was? Es kann etwas viel Größeres entstehen, wenn du dankbar das nutzt, was dir zur Verfügung steht.

Das Wettrüsten mit Konsumgütern verschwindet nicht. Aber du musst dich nicht davon beeindrucken lassen. Glänze lieber mit deiner Kreativität!

PS: Aber ein bisschen langweilig wäre es schon, nur das Nötigste zu besitzen. Meine neue Kaffeemühle z. B. hebt meine Kaffeeleidenschaft auf eine ganz neue Stufe. Der betörende Duft frisch gemahlener Kaffeebohnen inspiriert mich beim Schreiben.

Auf was kannst du auf keinen Fall verzichten? Wenn du Lust hast, lass es mich wissen.

 

4) Einer muss gehen

Unter uns gibt es einen Wolf im Schafspelz. Er zerfleischt alle Ideen und killt jeden Anfang.

Autsch. Mäh.

Motivation fort.

Kreativität tot.

Sieger ist der Perfektionismus.

Wenn du für alles einen Plan brauchst und dich schwer entscheiden kannst, bist du entweder Perfektionist oder perfektionistisch veranlagt.

Eine erfolgreiche Selbstständigkeit ist für Perfektionisten schwerer, weil eine flexible Organisation und schnelle Entscheidungen unerlässlich sind. Aber lass den Kopf nicht hängen. Ich verrate dir ein Geheimnis.

Perfektionismus ist heilbar. Ich hatte ihn und bin schon über 15 Jahre selbstständig. Ich bin ihn los geworden (und nutze sogar kleine Reste.)

Der Mann aus der Geschichte hatte gelernt, wie man mit Excel dekorative Farbverläufe anlegt. Nun wollte er sie in Form bringen. Er fing an. Nahm einfache Formen. Probierte. Verbesserte. Bald hatte er simple Blumen koloriert. Nach und nach wurden die Formen komplexer, die Farbverläufe raffinierter. Was vorher grob wirkte, war detaillierter geworden. Erst setzte er ein paar und dann immer mehr Teile zusammen. Seine Bilder wuchsen. Die Details überlagerten sich, und es entstanden erstaunliche Landschaften. Seine Bilder zeigten eine Entwicklung.

Was unterschied den Mann von einem Perfektionisten?

Er handelte wie ein kreativer Mensch:

  • Ein kreativer Mensch macht Fehler, um sich zu verbessern. ≠ Ein Perfektionist hat Angst vor Fehlern. Er kann sich nicht weiter entwickeln.
  • Ein kreativer Mensch liebt Details, um eine Entwicklung zu sehen. ≠ Ein Perfektionist ist detailverliebt. Er bleibt im Prozess stecken.
  • Ein kreativer Mensch fängt an, um voran zu kommen. ≠ Ein Perfektionist wartet auf den richtigen Moment. Er fängt erst gar nicht an.

Das Prinzip wird klar: Der kreative Mensch ist in Bewegung. Der Perfektionist steht still. Wer möchtest du sein?

Perfektionisten tun nichts, was außerhalb ihres Vorstellungsvermögens liegt. Kreative Menschen suchen unvorhersehbare Erlebnisse, die sie inspirieren.

Kein Autor dieser Welt schreibt einfach so Bestseller. Die entstehen durch endlose Korrekturschleifen. Blut. Schweiß. Tränen. Und viel Leidenschaft.

Kein Designer fertigt auf Anhieb einen bequemen Stuhl. Die anfallenden Probleme führen ihn zum Ergebnis. Hobeln, Schleifen, Feilen. Harte Arbeit.

Perfektion ist der größte Makel – wer alles ist, kann nichts mehr werden. – Maik Alwin

Als ich mal wieder perfekt sein wollte, fragte man mich: Bist du eine Maschine oder etwa Gott? Da wurde mir endlich klar, dass ich gerne ein Mensch bin. Nicht perfekt. Nicht zu wenig. Sondern genug.

Trotz vieler Jahre Übung gelingt es mir nicht immer locker zu lassen. Wenn dir das auch passiert, dann kombiniere den Perfektionisten mit dem Kreativen in dir: Der Perfektionist sieht das bestmögliche Ergebnis. Und der Kreative entscheidet, wie weit er es treiben will, um es zu erreichen.

Das ist Kreativität, Baby!

Wenn du mir nicht glaubst: Gib mal etwas raus, das in deinen Augen nicht fertig ist. Du wirst staunen, wie viele es gut finden. Nutze die ersparte Zeit zum Ins-Fäustchen-lachen!

 

5) Vergiß die Blender

Ich überlege seit Stunden, wie ich endlich reich werde. Dafür muss es doch eine Lösung geben. Andere schaffen das doch auch. Aber mir will nichts einfallen. Völlig fertig schlafe ich ein. Eine halbe Stunde später klingelt der Wecker. Ich muss aufstehen.

Uff.

Wir träumen den Traum Millionen anderer Menschen: Wie erreiche ich Wohlstand, Glück und Erfolg.

Das Problem ist nur: Träume sind keine Ziele. Sie sind Fantasie. Nicht greifbar, sondern abstrakt.

Träume verselbstständigen sich gerne in unserem Kopf, bis wir sie nur noch schwer von der Realität unterscheiden können. Wir lassen uns verleiten, Traum mit Leben zu verwechseln.

Abstrakte Sehnsüchte treiben untalentierte Menschen zu Castingshows und Kreative in die Festanstellung. Beides sehr schlimm.

Der Mann aus der Geschichte malte Tag für Tag Bilder mit Excel. Er verbesserte sein Können von Jahr zu Jahr. Er konzentrierte sich ganz auf seine Aufgabe und ließ sich nicht von den großen Blendern wie Reichtum und Berühmtheit ablenken. Seine Kunst fiel auf, weil sie einzigartig war. Aus einer fixen Idee war gelebte Wirklichkeit geworden. Der Mann träumte nicht, sondern füllte sein 10-Jahres-Ziel mit Leben. In jedem Bild steckte Arbeit und Erfüllung. Das machte ihn glücklich.

Glück. Erfolg.

Die meisten Menschen können nicht einmal beantworten, was das für sie bedeutet. Sie wissen nur, das sie beides wollen. Weil es jeder will.

Es bleibt bei einer schwammigen Fantasie. Wenn du aber in die richtige Richtung willst, gibt es nur einen sicheren Weg: Finde Ziele, die du umsetzen kannst!

Ein Ziel unterscheidet sich klar von einer Fantasie:

„Ich möchte erfolgreich sein!“ Wie klingt das? Wie ein löchriger Schwamm, der nichts hält. Das ist Fantasie!

„Ich möchte den Etat von Kunde X gewinnen und damit Summe YZ verdienen!“ Wie klingt das? Wie eine feste Absicht. Wie ein unumstößlicher Fels. Das ist ein konkretes Ziel!

Merkst du den Unterschied? Erfolg ist nicht messbar. Dein Kontostand nach einem erfolgreichen Job schon. Glück ist nicht greifbar. Ein tolles Abendessen mit Freunden schon.

Fantasie und Träume sind nur solange gut, wie sie dich inspirieren! Als Anleitung zum Leben taugen sie nicht. Mit einem konkreten Ziel legst du dich fest. Auch wenn es keine Garantie auf Erfolg gibt, hast du etwas erreicht.

Schmeiß die großen Blender raus, die nur Fantasie sind. Auf Schwamm lässt sich nicht bauen, auf Fels schon!

Bevor du aber wild Ziele formulierst (Freunde treffen, ins Fitnessstudio gehen, Etat gewinnen usw.) solltest du dich entscheiden: Nimm dir nur ein Ziel vor und beginne!

Wenn du alle Ziele auf einmal in Angriff nimmst, bist du wieder ganz schnell bei den langen Listen. Viele kleine Kiesel sind zusammen auch kein Fels!

Du wirst sehen, wie viel mehr du schaffst, wenn du eine Felsschicht nach der anderen aufbaust. Am Ende des Jahres wirst du so viel erreicht haben, wie du es dir vorher nicht erträumen konntest.

Was wird dann alles in 10 Jahren möglich sein?

Der Mann aus der Geschichte erreichte weit vor Ablauf der 10 Jahre sein Ziel und malte viele vorzeigbare Bilder. Einige gewannen sogar Preise!

Er heißt Tatsuo Horiuchi. Es gibt ihn wirklich.

 

Auch Großes hat immer einen Anfang

Wir alle wollen das Große! Nichts verpassen. Das größte Stück vom Kuchen. Das ganz große Glück. Sooo menschlich.

Wie oft erwische ich mich dabei, schon fertig sein zu wollen, bevor ich überhaupt angefangen habe.

Es nützt aber nichts, das Ende eines Buches zu lesen, um sich Anfang und Mittelteil zu ersparen. Der Sinn geht verloren. Und der Spaß auch.

Dann besinne ich mich wieder und wende meine 5 Methoden an:

  1. Weniger Angst und Zeitdruck, mehr kreative Freiheit
  2. Weniger Erwartungen erfüllen, mehr Ecken und Kanten zeigen
  3. Weniger Mangel und Verzicht sehen, mehr Vorhandenes nutzen
  4. Weniger Perfektion, mehr Du-sein und Wachsen
  5. Weniger Blender und Träume, mehr konkrete Ziele erreichen

Diese 5 Erkenntnisse haben mir ermöglicht, meinen Tag sinnvoll zu nutzen. Ich bin konzentriert bei mir und meiner Arbeit. Seit ich weniger hektisch durch den Tag hetze, schaffe ich effektiver mehr als je zuvor.

Ich bin überzeugt, dass auch dein Weniger ein großartiges Mehr werden wird.

Deine Sonja
PS: Lebe das Leben, das du leben willst! Mit Gelassenheit. Und Spaaaß!

 

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7 kreative Denkanstöße, die deine Selbstständigkeit bereichern werden

7 kreative Denkanstöße, die deine Selbstständigkeit bereichern werden

7 kreative Denkanstöße, die deine Selbstständigkeit bereichern werden

Wenn du mit deiner Arbeit kein Geld machen kannst, dann musst du sagen, dass es Kunst ist; und wenn du Geld machst, sagst du, dass es etwas ganz anderes ist.

Der Mann, der das gesagt hat, wusste über kreativen Erfolg Bescheid.

Er kombinierte Altes mit Neuem: Das herkömmliche Siebdruckverfahren mit modernen Porträts, die er dann in Farbvarianten vervielfachte. Seine Marilyn Monroe-Porträts kennt jedes Kind.

Sein Stil ist unabdingbar mit der Pop-Art verbunden.

Na klar: Andy Warhol!

Was er damals machte war revolutionär: Er nahm Dinge des täglichen Konsums (z. B. Waschmittelboxen), stellte sie auf einen Sockel und erklärte sie zur Kunst. Das hatte es so vorher nicht gegeben!

Er hatte einen Nerv getroffen. Das Publikum der 50er/60er liebte bunte Werbung und wollte konsumieren. Warhol wurde sehr erfolgreich.

Hatte er das beabsichtigt?

Warhol war bereits vorher kommerzieller Illustrator und gut im Geschäft. Er hatte ein Gespür für Trends entwickelt und sah in der Werbung der Zeit mehr als andere. Das machte ihn unvorhersehbar noch erfolgreicher!

Er wagte, Grafik zu Kunst zu erheben. Brach damit Grenzen in Köpfen auf und veränderte die Kunstszene.

Er hatte seinem kreativen Erfolg keinen Maulkorb verpasst. Etwas riskiert und damit gewonnen!

Wenn du auch Schritt für Schritt kreativer und erfolgreicher mit deinen Projekten werden willst, dann mach es wie Warhol: Wage etwas mehr als andere, und denk dich frei!

 

1) Verbieg dich nicht – finde deine kreative Zeit!

Hast du schon einmal Papier und Stift zur Hand genommen mit der Absicht: Jetzt leg ich so richtig los?

Und?

Ich behaupte, in 9 von 10 Fällen passiert bei diesem Vorhaben nicht viel. Eventuell etwas.

Und wenn doch, dann garantiere ich dir: Das geht besser!

Die gute Nachricht lautet: Du kannst herausfinden, wann für dich die optimale Zeit ist, um kreativ zu arbeiten und das beste Ergebnis zu erzielen!

Ich teile die Menge aller Kreativer in zwei Hälften: Die Morgen- und die Abend-Kreativen.

(Natürlich gibt es da auch Abstufungen, aber grundsätzlich stimmt das.)

Ich gehöre eindeutig zu den Morgen-Kreativen und liebe es, zwischen 8 und 9 Uhr mit meinem Hund spazieren zu gehen und meinen kreativen Strömungen freien Lauf zu lassen.

Wann ist deine kreative Zeit?

Entscheide dich erst einmal für morgens oder abends. Such dir einen Ort, an dem du dich wohlfühlst. Notiere dann alles, was dir in den Sinn kommt. Das ist am Anfang noch etwas wirr. Wird aber besser, je regelmäßiger du es machst. Lege eine Notizensammlung an.

Ich diktiere alles ungefiltert in mein Smartphone, um es später durchzusehen. Und erstaunlicherweise habe ich wenig Ausschuss.

Das liegt daran, dass du trainieren kannst, eine konkrete Fragestellung im Kopf zu haben, die du auf diese Art beantwortest. Ganz ohne Druck.

Klappt das an einem Tag nicht, kannst du dir sicher sein, dass du am nächsten einen Volltreffer landest. Dein Unterbewusstsein hat in der Zwischenzeit für dich gearbeitet.

Alles, was du machen musst, ist zu deiner kreativen Tageszeit einen Notizblock, ein Smartphone oder ein Mittel deiner Wahl zur Hand zu haben, um alles festzuhalten.

Ich verspreche dir, es lohnt sich. Und es macht mit der Zeit richtig Spaß, weil sich ungeahnte Erfolge einstellen. (Und lass dir Zeit, auch wenn du meinst, sie nicht zu haben.)

Dein Kopf wird sich an deine kreative Tageszeit gewöhnen. Er wird zunehmend automatisch großartige Ideen produzieren.

 

2) Mach Pausen – Pausen und Pausen!

Rosa.

Elefanten sind rosa. Und wenn ich dir sage: Denk nicht an rosa Elefanten, dann passiert was?

Du denkst an rosa Elefanten, obwohl du nicht willst.

Ich habe es geschafft, dich zu manipulieren. Und das passiert täglich mit der Qualität deiner Pausen.

Das Klischee der rosa Elefanten zeigt, wie stark wir äußeren Einflüssen ausgeliefert sind. Ich sage dir: Denk nicht dran. Und du lässt dich automatisch ablenken. Wenn auch nur für Sekunden.

Wir sind täglich zu vielen Strömungen ausgesetzt, die uns ablenken. Besonders du als Kreativer hast deine Augen und Ohren überall. Hier noch einmal schnell bei Facebook hereingeschaut, da noch einmal schnell einen Artikel lesen. Nebenbei etwas essen, denn du hast sonst keine Zeit dafür. Während der Arbeit, der Freizeit, während wir mit unseren Liebsten reden …

Das geht im schlechtesten Fall soweit, dass wir verlernen, unsere eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Und zwischenmenschliche Beziehungen leiden.

Ich gestehe, ich war auch so verrückt: Ich habe keine echten Pausen gemacht. Ich habe sogar im Urlaub an die Arbeit gedacht und habe es schlichtweg nicht gemerkt. Ich hatte verlernt zu entspannen!

Wenn dir das bekannt vorkommt, dann mach Schluss damit, bevor es dich kaputt macht.

Mach dir bitte klar: Es gibt Zeiten der Arbeit, aber bitte auch des Genusses und nicht nur der lebenserhaltenden Maßnahmen. (Hast du heute schon genug getrunken?)

Du bist selbstständig, um dir deine Zeit frei einteilen zu können und der beste Chef der Welt zu werden. Nämlich dein eigener!

Zum Abschluss erzähle ich dir eine Anekdote aus meiner Agenturzeit als festangestellte Designerin, die meine Sicht komplett geändert hat:

Ich stehe um 3 Uhr nachts in der Agentur. Vor mir eine vollkommen aufgelöste Mitarbeiterin, die nicht mehr kann. Wir haben von morgens bis nachts ohne Pause an einer Pitch-Präsentation gearbeitet. Ich sage ihr, dass sie durchhalten soll und alles gut wird. Am nächsten Tag fahren die Chefs zur Präsentation. Sie sind ausgeschlafen. Wir gewinnen den Pitch, und die Chefs geben mir einen Topflappen (ja, so hieß das Bonussystem der Agentur) und einen halben Tag frei. Die weinende Kollegin darf nicht nach Hause, weil die Hierarchie das nicht vorsieht! Und ich sitze zu Hause und kann nicht abschalten.

Ende der Geschichte.

Entscheide lieber selbst über die Quantität und Qualität deiner Pausen, denn sie machen deinen kreativen Erfolg aus. Dafür hast du dich selbstständig gemacht! Und lass es dir nicht aus der Hand nehmen, wie du dich und andere behandelst. Sonst fühlst du dich irgendwann selbst wie ein armseliger Topflappen!

Du bist in der Lage, deine Gedanken so zu steuern, dass die Elefanten dir den Buckel herunterrutschen können. Ich mache es so, du kannst das auch!

 

3) Bleib flexibel – nutze den Aha-Moment!

Sturheit könnte mein zweiter Vorname sein.

Sie ist meine Achilles-Ferse.

Sie macht es mir schwer, flexibel zu sein und Sichtweisen zu verändern.

Ich stoppe damit meine Energie aus, die ich für kreative Prozesse benötige. Ich weiß das. Und arbeite daran 🙂

Sturheit, Ungeduld, Voreingenommenheit oder Stolz sind wahre Energiekiller!

Diese Eigenschaften schränken deine Wahrnehmung soweit ein, dass du nicht in der Lage bist, eine andere Perspektive einzunehmen.

Was glaubst du, wer war zuerst da: Huhn oder Ei? Und wenn du es weißt, kannst du es beweisen?

Eben nicht.

Nutze lieber deinen Schöpfergeist. Du kannst mit deiner kreativen Auffassung die Dinge von allen Seiten beleuchten! Niemand – außer dir selbst – zwingt dich, die eigene Wahrnehmung als die einzig wahre zu betrachten.

Jeder von uns neigt zu dem Glauben, er sehe die Dinge, wie sie sind, er sei objektiv. Aber so ist es nicht. Wir sehen die Welt nicht so wie sie ist, sondern so wie wir sind – oder wie wir sie zu sehen konditioniert sind. – Stephen R. Covey

Stephen R. Covey beschreibt in „Die sieben Wege zu Effektivität“ die Macht des Paradigmenwechsels.

Ich nenne sie die Chance des Aha-Moments.

In einer Geschichte verändert sich ein Parameter, der plötzlich alles zuvor Geschehene in Frage stellt.

Covey gibt ein Beispiel, das ich frei nacherzähle:

2 Kriegsschiffe befinden sich auf einem Übungsmanöver. Die Sicht ist schlecht.

Der Ausguck des einen Schiffes meldet seinem Kapitän:
Licht voraus, wir befinden uns auf Kollisionskurs mit einem anderen Schiff.

Der Kapitän funkt zum anderen Schiff:
Ändern Sie Ihren Kurs.

Die Antwort:
Ändern SIE Ihren Kurs.

Der Kapitän spricht:
Ich bin Kapitän. Ändern Sie jetzt sofort Ihren Kurs!

Die Antwort:
Ich bin Unteroffizier und ein Leuchtturm!

Der Kapitän ändert seinen Kurs.

Manchmal musst du komplett von deiner eigentlichen Annahme abrücken. Im Beispiel passiert das mit einem Aha-Moment: Das vermeintliche Schiff ist ein Leuchtturm!

Denk dran, wenn dir das nächste Mal das Loslassen schwerfällt. Es sei denn, du willst es mit einem Leuchtturm aufnehmen.

Mach dir klar: Es kostet viel mehr Energie, eine falsche Sicht beizubehalten, als eine neue anzunehmen.

Menschen, die ihren kreativen Erfolg im Fokus haben, sind in der Lage den Kurs zu wechseln, ohne darin einen Verlust zu sehen. Die Fahrt geht ja weiter! Nur anders als geplant.

 

4) Fokussiere dich – halte den kreativen Prozess schlank!

Eine wahre Geschichte: Ich kannte eine Designerin, die an Wochenenden in ihrer Agentur Designbücher sortiert hat. Darin zu blättern sei so inspirierend! (Wenn du meinst, dass das stimmt, dann lies gerne noch einmal unter Punkt 2 nach.)

Jetzt wirklich?

  1. Arbeite nicht in deiner Freizeit!
  2. Suche gezielt nach Inspiration!

Selbst die emsigste Biene auf der Blumenwiese weiß, wo die besten Blumen stehen, die den besten Honig geben.

Wenn du fleißig an einem kreativen Prozess arbeitest, brauchst du auf jeden Fall Inspiration. Aber keine beliebige.

„Hier ein bisschen, da ein bisschen, passt schon!“ wird dich nicht weiterbringen.

Die Biene weiß das instinktiv. Wir müssen unsere Erfahrung nutzen. Und Erfahrung sammeln bedeutet Lernen.

Ob du ganz am Anfang deiner kreativen Laufbahn stehst oder schon lange dabei bist, ich verrate dir ein unpopuläres Geheimnis:

Sei faul und tue nur das Nötigste! Oder mit anderen Worten: Handle fokussiert.

Ich habe Tim Ferriss’ 4-Stunden-Woche nicht gelesen (sollte ich?). Aber allein der Titel und sein Erfolg verraten mir, dass der Autor einen Nerv getroffen hat. Es geht alles einfacher und schneller, wenn du weißt, was du zu tun hast.

Es ist egal, ob du für dich oder für einen Kunden arbeitest: Es gibt am Anfang immer einen Auftrag. Er ist das Motiv, der den kreativen Prozess in Gang setzt. Auf ihm sollte dein Fokus liegen.

Werde dir zuerst ganz genau darüber klar, worin deine Aufgabe besteht. Erst dann suchst du Inspiration. Nicht umgekehrt. Das Risiko, dass du dich verzettelst, ist zu hoch. Und die kreative Ausbeute entsprechend gering.

Sei eine schlaue Biene: Arbeite genau und maßgeschneidert! Und dann genieße den verdienten Honig!

 

5) Stell dich der Kritik – und leg dir ein dickes Fell zu!

Sehr oft.

Zu oft habe ich diesen Fehler gemacht, der genau am kreativen Erfolg vorbeiführt.

Ich habe geschwiegen.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ hilft vielleicht einem Agenten, der seine Geheimnisse bewahren muss. Dir aber nicht. Nicht, wenn du erfolgreich sein möchtest. Dann musst du raus, wo du gesehen und gehört wirst!

Erspare dir selbst die Folter der Erfolglosigkeit. Kommuniziere, was du tust!

Benutze jede Gelegenheit, um dich und deine Arbeit zu präsentieren.

Suche dir Ansprechpartner, die etwas von deiner Branche verstehen. Gleichgesinnte und Vorbilder, von denen du lernen kannst. Ihre Kritik hilft dir weiter.

Dafür musst du dich nicht mit einem Schild auf die Straße stellen.

Für dein Portfolio gibt es kreative Plattformen wie Instagram, Pinterest, Dribble, Behance etc. Das Erstellen von Videos und Stories geht schnell und ist sehr nützlich, wenn du dich und deine Projekte vorstellen willst. (Und keine Angst, meistens ist nach 24 h alles wieder gelöscht!)

Wenn du das Feedback Gleichgesinnter brauchst, dann beteilige dich z. B. an Facebook-Gruppen, die zu dir und deiner Arbeit passen. (Solltest du keine geeigneten finden, dann gründe selbst eine! Das ist gar nicht so schwer und kostenlos.)

Dort kann bereits ein Austausch in der Entstehungsphase beginnen und nicht erst, wenn du ein fertiges Ergebnis präsentierst.

Häufig erlebe ich es, dass Kreative ein x-beliebiges Publikum befragen, das wiederum x-beliebig antwortet. Diese Kritik kann niederschmetternd wirken. Dabei hat dein Gegenüber meistens zu wenig Informationen, um deine Arbeit überhaupt verstehen zu können. Das solltest du auf jeden Fall vermeiden!

Sich als Kreativer der Welt zu stellen, erfordert Mut und ein dickes Fell. Du wirst immer wieder anderen begegnen, die neidisch sind. Du erkennst sie an Sätzen wie: Also ich persönlich finde, da fehlt noch etwas!

Mache dir einen Spaß daraus und frage: Wie meinst du das genau? Frage so lange, bis der andere entnervt geht. Weil eine Antwort haben diese Menschen meist nicht.

Oder du lächelst einfach und fragst zurück: Findest du echt? 🙂

 

6) Sei nicht perfekt – lass den Prozess entstehen!

Ich wusste bereits als Kind, dass ich Tierärztin werde. Ich wollte einen Mann, zwei Kinder, ein Haus und einen Hund haben.

Dreimal darfst du raten, ob das so gekommen ist?

Nö.

Ein Plan ist eine Orientierung und kein Muss. Und jeder Plan ist nur so gut wie seine Umsetzung.

Und die Umsetzung ist ein Weg, der mit Gelassenheit viel mehr Spaß macht. Ist auch viel gesünder. Und „Müssen“ ist was für die Toilette.

Du kannst und darfst eine kreative Vision haben. Sie ist dein roter Faden, der dich sicher von einem Auftrag zum nächsten leitet. Das ist toll!

Aber plane den Weg dazwischen nicht durch. Du wärst die/der Erste, bei dem das funktioniert. (Bitte kommentiere, solltest du die Ausnahme sein!)

Hör auf, alles perfekt zu durchdenken, und leg los!

Vladislav Melnik, Gründer von Chimpify, schreibt in seinem Affenbuch:

„Wenn dir dein Produkt nicht peinlich ist, dann warst du nicht schnell genug.“

Das soll bedeuten: Du kannst dich verbessern, während du etwas machst.

Ja, du wirst auch mal Angst haben.
Ja, du wirst auch mal Körbe kassieren.

Aber du wirst dich bestimmt nicht verbessern, wenn du es nicht ausprobierst.

 

7) Mach Fehler – und mach sie wieder gut!

Die Kultur des Scheiterns.

Es ist ein Trend geworden, sich dazu zu bekennen, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Einerseits ist das gut, weil wir alle keine perfekten Geschäftsleute sind. Andererseits wundere ich mich über Geschichten, in denen Unternehmer schlecht wirtschaften und sich dann vollkommen ehrlich zu ihrem Scheitern bekennen. Ich spende dafür keinen Applaus! Und das hat nichts mit Schadenfreude zutun.

Ich gebe dir einen anderen Ansatz:

1. Sei bereit, Verantwortung zu übernehmen und Fehler konsequent zu korrigieren!

Du übernimmst täglich die Verantwortung für dein Handeln. Und dabei passieren Fehler.

Du putzt dir die Zähne, dann fallen sie nicht aus. Du fährst zu schnell und bekommst einen Strafzettel.

Es liegt in deiner Verantwortung, ein kreatives Produkt oder eine Dienstleistung zu schaffen, die sich verkaufen lassen.

Nimm mal an, es kauft aber niemand.

Wer ist dann blöd? Der Kunde, der nicht kauft oder dein Angebot?

Es wäre ein Fehler, die Schuld beim Kunden zu suchen und wie bisher weiter zu machen.

Es ist konsequent, dass du dein Angebot überprüfst, korrigierst und verkaufst!

2. Deine Beharrlichkeit bestimmt deinen kreativen Erfolg!

Manchmal ist ein Fehler nur winzig, aber wie ein Sandkorn im Getriebe.

Erst ruckelt es nur.

Entwickle ein Gespür dafür, wenn etwas nicht stimmt. Begib dich auf die Suche und finde den Fehler so schnell wie möglich.

Bevor dein Motor ausfällt.

Zugegeben, das ist anstrengend. Und es macht keinen Spaß. Aber keinen Erfolg zu haben, macht auf lange Sicht noch viel weniger Spaß.

Der berühmte Erfinder Edison hatte 10.000 Wege gefunden, wie etwas nicht funktioniert. Konnte er darüber lachen?

Zuerst bestimmt nicht. Aber als er den Fehler gefunden hatte, fand er den einen Weg zum Erfolg. Er machte sich die Mühe, das Sandkorn zu finden.

Bleib beharrlich, denn deine kreative Selbstständigkeit ist es wert.

Du musst nicht die nächste J.K. Rowling, der nächste Steve Jobs oder Andy Warhol sein.

Sei du! In aller Konsequenz.

Denn das allein ist großartig!

Also, nimm meine 7 Denkanstöße für deinen kreativen Erfolg und leg los!

  • Du musst nicht der nächste Weltveränderer werden, sondern beginne mit kleinen Schritten, deinen kreativen Prozess zu optimieren!
  • Finde die Fehler, wenn sie offensichtlich da sind und handle konsequent. Mach aus diesen Fehlern kein Scheitern, sondern einen Lernprozess.
  • Sei gnädig mit dir! Denn Druck erzeugt beim Menschen keine Diamanten, sondern nur negativen Stress! Der schadet deiner Kreativität und deiner Gesundheit.

Deine Sonja
PS: Lebe das Leben, das du leben willst! Mit Gelassenheit. Und Spaaaß!

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