Dezember ist ein Monat der Besinnung. Das Jahr neigt sich dem Ende, und wir halten Einkehr in unseren Gedanken.

Alles, was mich dieses Jahr inspiriert und geprägt hat, kann ich für dich unter einen Nenner packen: Nachhaltigkeit.

Sie findet sich in ganz unterschiedlichen Themen wieder. Hier kommen meine kreativen Links zum Endspurt ins neue Jahr. Genieße die Zeit, und lass dich inspirieren!

Recycling, Upcycling … wir können was tun!

Ich muss dir gestehen: Ich stand vor kurzem im Supermarkt und hatte fast eine Panikattacke. Die Masse der Waren und die Flut der Plastikverpackungen übermannten mich. Wie viel Müll bringst du täglich raus zur Mülltonne?

Die Menschen, die sich damit beschäftigen, wie wir unsere Ressourcen schonen können und Müll vermeiden, machen für uns alle eine wichtige Arbeit. Wir können was tun!

Sabine Lück verbessert die Ökobilanz der Jeans – unser aller Lieblingsstück. Sie schafft einen nachhaltigen, werterhaltenden Jeans-Kreislauf, indem sie Secondhand-Jeans upcycled und sich für den fairen Öko-Jeanskauf stark macht.

Du findest sie bei Facebook unter Jeanserei und bei AndersGründer.

Von ihr stammt auch der Link zu Zero Waste Daniel, der coole Mode aus Reststoffen macht, die eigentlich im Schredder landen. Ich sag nur: Das David Bowie Mosaic ist der Hit!

„The mission of zero waste daniel is to tackle wasteful fashion industry norms by providing customers with kick-ass zero waste alternatives to conventional fashion.“ – zero waste daniel

Fazit:

Bist du zu kreativ, um die Augen vor dem weltweiten Raubbau und der industriellen Ausbeutung von Menschen zu verschließen? Dann folge den Menschen, die dem etwas entgegenzusetzen haben. Oder leiste selbst deinen Beitrag!

Aber nicht genug: Was in der Textilbranche geht, funktioniert auch im Technikbereich. Die Jeans ist ja nicht unser einziges Schätzchen.

Unser Smartphone. Wir lieben es.

Shift, ein deutsches Familienunternehmen, hat sich zum Ziel gesetzt, ein möglichst faires Handy herzustellen. Wobei Familie Waldeck einräumt, dass das nicht in allen Teilen möglich ist und sie kein Fair-Image um ihre Produkte aufbauen wollen. Sie streben Veränderung (= Shift) im Denken der Konsumenten an.

Die Shiftphones sind frei vom Konfliktmaterial Coltan, Kinderarbeit wird kategorisch ausgeschlossen und über ein Pfandsystem werden alte Handys recycelt.

„Uns ist wichtig auf diesem Planeten möglichst wenig Schaden anzurichten und mit den Menschen, die gemeinsam mit uns an unseren Shiftphones arbeiten, gut umzugehen.“

Shift verfolgt damit eine Maxime, die in der Branche unüblich ist.

Ab Mitte 2018 erweitert sich die Produktpalette um ein Tablop, das sich nach einer Crowdfunding-Kampagne in der Entwicklungsphase befindet. Eine spannende Entwicklung!

Fazit:

Die Gründer von Shift, hinter denen keine Investoren stehen, setzen auf minimalistisches Design, faire Arbeitsbedingungen und anwenderfreundliche Technologie. Alles sehr transparent kommuniziert! Sowohl auf der Seite, als auch in einem ausführlichen Report zum Nachlesen.

Wir können Produkte kaufen, die anderen nicht schaden. Und wir können menschlich für und miteinander arbeiten. Eine junge Kreativ-Agentur möchte genau das.

Kreativ arbeiten mit Menschen für Menschen

Warum stelle ich diese Werbeagentur vor, wenn es doch so viele gibt? Weil sie mir in den sozialen Medien positiv auffiel. Und das ist gar nicht mehr so leicht.

Was macht Aclewe, eine junge Kölner Kreativ-Agentur, anders als ihre Konkurrenz?

Der Internetauftritt wirkt plakativ in seiner Einfachheit. Er ist gut strukturiert, und ich finde alle Infos, die ich brauche. Simpel, aber ästhetisch ansprechend! Das funktioniert vor allem mobil sehr gut. (Statistische Erhebungen zeigen, dass die weltweite Internetnutzung über mobile Devices bei 80 % im Jahr 2018 liegen könnte.)

„Bei uns ist der Mensch Zweck der Unternehmung, nicht das Mittel.“

So definiert Aclewe die Zusammenarbeit mit ihren Mitarbeitern für ihre Kunden.

Aclewe sind regelmäßig bei Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und YouTube dabei und pflegen ihre Accounts. So erhält man einen nahen Einblick in das Agenturgeschehen. Das macht es sympathisch und wirkt echt!

Fazit:

Diese Agentur hat ihren eigenen Stil und ihre Sprache gefunden. Beste Voraussetzung, um aufzufallen und erfolgreich Etats zu ergattern. Und: Nachhaltig zu kommunizieren.

Zu Stil und Sprache kommen nun noch Form und Zuckerguss.

Kunst von kurzer Dauer: Haps und weg!

Amber Spiegel von sweetambs folgte nach einem BWL-Studium ihrer eigentlichen Passion: Dem kunstvollen Dekorieren von Gebäck.

Sie entschied sich für ihren Traum, lernte das Handwerk der Konditorei von der Pike auf und machte daraus ein erfolgreiches Business.

Amber gibt Anleitungen zum Backen und Dekorieren in zahlreichen Video-Tutorials und ihren Workshops.

Wer zu ihrem Millionenpublikum auf Instagram gehört, wird regelmäßig im Zeitraffer von ihrer Dekorationskunst verblüfft. Mit ruhiger Hand macht sie jeden Keks zu einem fantasievollen Schaustück.

Keine Vorlage ist zu kompliziert, um nicht perfekt in Teig und Zuckerguss inszeniert zu werden.

Der Anblick ihrer Arbeit wirkt so meditativ, dass der Vergleich mit einem kunstvoll geharkten Zen-Garten passt. Beide Werke sind vergänglich. (Wobei Kekse und Kies geschmacklich nicht zu vergleichen sind.)

Fazit:

Wenn Ambers Kekse so gut schmecken wie sie aussehen, dann schließt sich der Kreis der Glückseligkeit!

Sicherlich lernst du am meisten von deinen Vorbildern, aber bestimmt auch von deinen Nächsten, von denen du es nicht vermutest.

Dem anderen in die Karten schauen ausdrücklich erwünscht

Hinter dem Kartenspiel Vertellis (= erzähl mal) stehen Liz, Bart und Lars aus den Niederlanden.

Aus einem selbstgebastelten Kartenspiel zu Weihnachten wurde eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne und dann ein Start-up, das einen Verkaufsschlager in der Heimat landete.

Auf einfachen, quadratischen Kärtchen stehen (ge-)wichtige Fragen über das Leben. Sie sollen Gespräche in Gang bringen, die tiefer gehen. Vertellis regt an, Erinnerungen auszutauschen, Gegenwärtiges zu reflektieren und über die Zukunft zu reden.

Die drei Gründer wollen mit den Fragen auf ihrem Kartenspiel Menschen zusammenbringen, die mehr voneinander erfahren wollen als den üblichen Smalltalk. Dabei ist Vertellis keine Gruppentherapie, sondern ein spannendes Spiel für Zwischenmenschliches.

Fazit:

Unsere Welt dreht sich bedingt durch Geschäftigkeit und gesellschaftliche Entwicklungen bestimmt nicht schneller. Aber unsere Aufmerksamkeitsspanne ist durch vielfältige Anforderungen kleiner geworden. Vertellis ist eine Chance, sich selbst gegenüber achtsam zu bleiben und dem anderen richtig zuzuhören.

Wenn das Leben selbst die besten Geschichten schreibt, dann gibt es nachfolgend die Bühne, die die Erzähler anlockt wie das sprichwörtliche Licht die Motten.

Mit der eigenen Geschichte Live on Stage und im Podcast

Ich habe selten bei einem Podcast so herzlich gelacht, geschmunzelt oder auch einmal ein Tränchen verdrückt. Das passiert mir nur, wenn die Geschichten pointiert erzählt werden und echt von Herzen kommen.

Bei TheMoth.org bekommt jeder die Gelegenheit, seine eigene Geschichte live zu erzählen. Alles findet auf einer Bühne mit Publikum statt und wird auf der Website als Podcast oder Videos zur Verfügung gestellt.

Es gibt Live Events mit Story Slams, die sich insofern von Poetry Slams und Stand-up Comedy unterscheiden, dass nichts vorgelesen oder erfunden wird.

„Moth stories are true, as remembered by the storyteller and always told live.“

The Moth fördert die Kunst, Geschichten zu erzählen, wie du oder ich sie erlebt haben. Nichts soll beschönigt oder dramatisiert werden.

Das Ergebnis ist beeindruckend, da das Leben offensichtlich die spannendsten Geschichten schreibt, die es absolut wert sind, erzählt und gehört zu werden. Eine Lebensgeschichte, die humorvoll beginnt, kann nach nur wenigen Sätzen ein besonderes Schicksal offenbaren. Bewegend und außerordentlich hörenswert!

„The Moth Education Program works with young people and educators to build community through storytelling workshops, performances and innovative resources.“

Besonderes Engagement zeigt sich in der Jugend-Förderung an den Schulen: Es gibt spezielle Schulprogramme, in denen Jugendliche lernen, wie man Geschichten erzählt und wie es sich anfühlt, von anderen gehört zu werden.

Fazit:

Leg doch einmal eine Arbeitspause mit The Moth ein. Die Lebensgeschichten verbinden dich mit Menschen, die du überhaupt nicht kennst, aber plötzlich verstehst. Obendrein sehr unterhaltsam!

Der nächste Künstler gehört ohne weiteres auf die Bühne. Vermutlich ist er dazu aber zu bescheiden!

Die unglaubliche Kreativität der Tabellenkalkulation

Als ich mir zum ersten Mal das Porträt über Tatsuo Horiuchi bei Great Big Story ansah, war ich sofort begeistert: Die Schaffensgeschichte dieses über 70-jährigen Mannes besitzt alles, was einen kreativen Geist ausmacht: Entschlossenheit, Ausdauer, Geduld und die perfekte Nutzung vorhandener Fähigkeiten!

Tatsuo Horiuchi begann vor ca. 15 Jahren mit der Idee malen zu wollen. Allerdings wollte er weder Geld für Malutensilien, noch für aufwändige Zeichenprogramme ausgeben, die er mühsam erlernen musste. Alles, was er hatte, waren seine Idee und das Microsoft-Programm Excel.

Ich benutze Excel für meine Buchhaltung. Etwas anderes kam mir noch nie in den Sinn. Dir?

Tatsuo Horiuchi erschafft mit Hilfe des einfachen Vektor-Zeichen-Werkzeugs dieses Programms großartige Kunstwerke. Zeile für Zeile fügt er Farbverläufe zu großen Formaten zusammen, bis traditionell inspirierte japanische Landschaftsgrafiken vor unseren Augen entstehen.

Sein Ziel, innerhalb von 10 Jahren ein vorzeigbares Bild zu „malen“, klingt in einer Welt, in der alles sofort fertig sein muss, äußerst bescheiden. Wenn ich dann auf sein Alter schaue, wächst mein Respekt umso mehr.

Überzeuge dich selbst von den Kunstwerken und schaue dir seine Website an.

Fazit:

Tatsuo Horiuchi lehrt uns, dass Kreativität keine Grenzen hat. Und dass ein wacher Geist niemals zu alt ist, um Großartiges zu schaffen.

Nachhaltigkeit hat also nicht nur mit unserer Öko-Bilanz zu tun, sondern auch mit einer Idee, die wir konsequent verfolgen. Du begegnest Menschen, die dich inspirieren und ermutigen, deine Ziele nicht aufzugeben.

Das war’s erst einmal von mir. Hinterlasse einen Kommentar, wenn du einen meiner Links besonders interessant fandst!

Ich wünsche dir eine gute Zeit mit eigenen nachhaltigen Visionen.

Deine Sonja
PS: Lebe das Leben, das du leben willst! Mit Gelassenheit. Und Spaaaß!